Rush: „Wie sollen wir es nennen?“ Geddy Lee reagiert

Rush: Geddy Lee schwärmt von Anika Nilles

Die Entscheidung, unter dem Namen Rush auf Tour zu gehen, sorgt weiterhin für Diskussionen. Ohne den 2020 verstorbenen Schlagzeuger Neil Peart wirkt das Comeback für viele Fans wie ein sensibles Thema. Doch Frontmann Geddy Lee hat nun klare Worte gefunden – und macht deutlich, warum es für ihn keine Alternative gibt.

Geddy Lee erklärt, warum Rush weiterhin Rush bleibt

In einem Interview mit dem Classic Rock Magazine erklärte Lee, dass die Band lange mit sich gerungen habe, ob sie den Namen überhaupt noch verwenden dürfe. Schließlich galt intern lange die Haltung: Rush existiert nur vollständig mit Neil Peart.

Doch angesichts der geplanten Shows sei diese Überlegung irgendwann absurd geworden.

„Wie sollen wir es sonst nennen?“, fragte Lee provokant – und schob hinterher: „Wir spielen über 40 Rush-Songs. Sollen wir es etwa Iron Maiden nennen?“

Für Lee und Gitarrist Alex Lifeson sei klar geworden, dass sie sich selbst unnötig einschränkten. Der Name Rush stehe nicht nur für eine Besetzung, sondern für über fünf Jahrzehnte Musikgeschichte.

Rückendeckung von Neil Pearts Familie

Ein entscheidender Punkt für die Entscheidung war die Zustimmung von Pearts Familie. Ohne diesen Rückhalt wäre die Rückkehr unter dem bekannten Namen wohl kaum möglich gewesen. Lee betonte, dass es sich falsch angefühlt habe, sich hinter umständlichen Formulierungen wie „Lee & Lifeson präsentieren die Musik von Rush“ zu verstecken. Stattdessen wolle man ehrlich auftreten:

Rush sei Rush – auch nach all den Jahren und trotz des schmerzlichen Verlusts.

Die „Fifty Something“-Tour wächst weiter

Die kommende „Fifty Something“-Tour entwickelt sich schon jetzt zu einem riesigen Erfolg. Ursprünglich mit 22 Shows geplant, wurden nach sofort ausverkauften Terminen zahlreiche Zusatzkonzerte angekündigt.

Aktuell umfasst die Tour:

  • 58 Shows
  • 24 Städte
  • über 500.000 verkaufte Tickets

Der Start erfolgt im Juni 2026 im Kia Forum in Los Angeles – exakt dort, wo Rush 2015 ihre letzte Show gespielt hatten.

Neue Besetzung: Starke Musiker an Bord

Für die Tour holen sich Lee und Lifeson hochkarätige Unterstützung:

  • Anika Nilles übernimmt das Schlagzeug
  • Loren Gold ergänzt den Sound an den Keyboards

Nilles, die bereits mit Jeff Beck gearbeitet hat, bringt frische Energie ins Line-up. Gleichzeitig bleibt der Anspruch bestehen, das musikalische Erbe von Rush respektvoll weiterzuführen.

Europa-Tour 2027 bestätigt

Für europäische Fans gibt es ebenfalls große Neuigkeiten: Anfang 2027 wird Rush erstmals seit 2013 wieder nach Europa zurückkehren.

Geplant sind:

  • 24 Shows
  • 13 Länder
  • jeweils zwei Sets pro Abend

Die Band will dabei aus einem Katalog von über 40 Songs schöpfen und jede Show individuell gestalten – ein echtes Highlight für langjährige Fans.

Emotionaler Neustart nach schwerem Verlust

Der Tod von Neil Peart im Januar 2020 nach langer Krankheit hatte weltweit Bestürzung ausgelöst. Drei Tage lang hielt die Band die Nachricht zurück, bevor sie öffentlich wurde – ein Moment, der die Musikwelt erschütterte.

Nun, sechs Jahre später, schlagen Lee und Lifeson ein neues Kapitel auf. Kein klassisches Comeback, sondern eher eine Weiterführung dessen, was Rush über Jahrzehnte aufgebaut hat.

Und genau deshalb, so Lee, gebe es letztlich nur eine logische Entscheidung:

Rush bleibt Rush.

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf des LKA Longhorns und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament vom Paranoyd-Magazin.

Mehr von Rush

Ähnliche Beiträge

Paranoyd Magazin

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel, deshalb verwenden wir Cookies. Mit diesen ermöglichen wir, dass unsere Webseite zuverlässig und sicher läuft, wir die Performance im Blick behalten und Sie besser ansprechen können. Cookies werden benötigt, damit technisch alles funktioniert und Sie auch externe Inhalte lesen können. Des Weiteren sammeln wir unter anderem Daten über aufgerufene Seiten, getätigte Käufe oder geklickte Buttons, um so unser Angebot an Sie zu verbessern.   Datenschutz Erklärung