
Steve ’n’ Seagulls: Wenn Hard Rock und Metal auf Banjo, Akkordeon und Bluegrass treffen
Offizielle Webseite: Steve ’n’ Seagulls
Steve ’n’ Seagulls haben sich mit einer ungewöhnlichen Idee weltweit einen Namen gemacht: bekannte Rock- und Metal-Klassiker werden nicht einfach nachgespielt, sondern mit Banjo, Akkordeon, Kontrabass, Mandoline und akustischen Gitarren komplett neu interpretiert. Die finnische Band verbindet Bluegrass, Country, Folk und Rock’n’Roll mit Songs von AC/DC, Iron Maiden, Metallica, Guns N’ Roses und vielen weiteren Größen.
Was zunächst nach einer kuriosen Cover-Idee klingt, entwickelte sich durch ihre Videos schnell zu einem internationalen Erfolg. Vor allem ihre Version von „Thunderstruck“ sorgte für enorme Aufmerksamkeit und machte Steve ’n’ Seagulls weit über Finnland hinaus bekannt. Aus dem Internetphänomen wurde eine international tourende Band, die inzwischen eigene Songs veröffentlicht und mit „The Dark Side of the Moo“ 2025 ihr fünftes Studioalbum herausbrachte.
Von Finnland ins Internet: Die Geschichte von Steve ’n’ Seagulls
Steve ’n’ Seagulls stammen aus Jyväskylä in Finnland und wurden Anfang der 2010er-Jahre gegründet. Der entscheidende Schritt kam 2014, als die Band begann, Videos mit ungewöhnlichen Bluegrass-Versionen bekannter Rock- und Metalsongs zu veröffentlichen.
Die Musiker nahmen dabei Stücke, die normalerweise mit verzerrten Gitarren, großen Verstärkern und Stadionrock verbunden werden, und übertrugen sie auf ein akustisches Instrumentarium. Gerade diese Verbindung aus musikalischem Können und einer gewissen Portion Selbstironie wurde schnell zum Markenzeichen.
„Thunderstruck“ von AC/DC wurde zum großen Durchbruch. Die Interpretation zeigte perfekt, wie Steve ’n’ Seagulls funktionieren: Das ursprüngliche Riff wird auf akustische Instrumente übertragen, ohne dass der Song seine Energie verliert. Das Video entwickelte sich zu einem internationalen Publikumserfolg und brachte der Band eine Aufmerksamkeit, die weit über die finnische Musikszene hinausging.
2015 folgte mit „Farm Machine“ das erste Album. Die Platte bestand überwiegend aus Coverversionen und machte deutlich, dass Steve ’n’ Seagulls mehr als ein einmaliger Internetgag waren. Es folgten Tourneen und Auftritte auf internationalen Festivals.
Der besondere Sound zwischen Bluegrass, Country und Hard Rock
Steve ’n’ Seagulls lassen sich kaum mit einer einzelnen Genrebezeichnung beschreiben. Im Kern nehmen sie bekannte Rock- und Metalsongs und übertragen deren Energie in ein vollkommen anderes musikalisches Umfeld.
Typisch für den Sound sind:
Banjo und Mandoline
Akkordeon und Kantele
akustische Gitarren
Kontrabass und Bass
Bluegrass- und Country-Einflüsse
Rock’n’Roll und Folk
bekannte Rock- und Metalsongs in neuen Arrangements
Entscheidend ist dabei, dass die Band die Originale nicht einfach verlangsamt oder akustisch nachspielt. Steve ’n’ Seagulls arrangieren die Songs so, dass sie wie Stücke aus dem eigenen musikalischen Kosmos wirken.
Ein Song wie „The Trooper“ von Iron Maiden funktioniert plötzlich mit Banjo und Akkordeon, „Nothing Else Matters“ bekommt einen völlig anderen Charakter und „Aces High“ wird aus dem klassischen Heavy-Metal-Kontext herausgelöst, ohne dass die Energie verloren geht.
„Thunderstruck“ als internationaler Durchbruch
Wenn es einen Song gibt, der untrennbar mit Steve ’n’ Seagulls verbunden ist, dann ist es „Thunderstruck“. Die Version des AC/DC-Klassikers machte die Band 2014 international bekannt und brachte ihr auf YouTube ein riesiges Publikum.
Der Erfolg war auch deshalb bemerkenswert, weil Steve ’n’ Seagulls einen Song neu interpretierten, der zu den bekanntesten Gitarrenstücken der Rockgeschichte gehört. Statt das Original möglichst genau nachzuspielen, gingen die Finnen bewusst in eine andere Richtung.
Das Ergebnis zeigte, dass ein Rocksong nicht zwingend verzerrte Gitarren braucht, um zu funktionieren. Rhythmus, Melodie und Energie des Stücks blieben erhalten, während die Instrumentierung alles in ein neues musikalisches Gewand kleidete.
Von Coverversionen zu eigenen Songs
Mit den ersten Alben standen bekannte Songs klar im Mittelpunkt. Auf „Farm Machine“, „Brothers in Farms“ und „Grainsville“ interpretierten Steve ’n’ Seagulls unter anderem AC/DC, Metallica, Iron Maiden, Guns N’ Roses, Pantera, KISS und viele weitere Bands.
Mit der Zeit rückten jedoch auch eigene Kompositionen stärker in den Fokus. Songs wie „Joe’s Little Boy“, „Sweet Maria“, „Lion Tamer“ oder „Reckless Wrecking Ball“ zeigten, dass die Band ihren Sound nicht ausschließlich über Coverversionen definieren muss.
Diese Entwicklung setzte sich fort. Das offizielle Albumangebot umfasst inzwischen „Farm Machine“, „Brothers in Farms“, „Grainsville“, „Another Miracle“ und „The Dark Side of the Moo“. Das 2025 erschienene Album enthält erneut eine Mischung aus eigenen Songs und ungewöhnlichen Neuinterpretationen.
Steve ’n’ Seagulls live: Akustische Instrumente mit Festivalenergie
Live zeigt sich besonders deutlich, warum Steve ’n’ Seagulls weit mehr sind als ein reines Internetphänomen. Die Band bringt die Energie von Hard Rock und Metal auf die Bühne, obwohl das Instrumentarium auf den ersten Blick eher nach Bluegrass-Festival aussieht.
Die Musiker setzen auf Bewegung, Humor und direkten Kontakt mit dem Publikum. Gleichzeitig müssen die Arrangements live funktionieren. Gerade bei bekannten Songs entsteht dabei ein besonderer Effekt: Das Publikum kennt die Melodie, hört aber plötzlich eine Version, die es so nicht erwartet hat.
Steve ’n’ Seagulls sind weiterhin international unterwegs. Die offizielle Webseite listet zahlreiche Konzerte und Festivalauftritte in Europa und darüber hinaus.
Steve ’n’ Seagulls im Paranoyd-Magazin
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Aktuelle Bandmitglieder
Remmel – Gesang, Gitarre, Balalaika und Mandoline
Herman – Banjo, Gesang und Gitarre
Hiltunen – Akkordeon, Kantele, Mandoline, Keyboards und Flöte
Luigi – Bass, Gesang und Akkordeon
Skubu – Schlagzeug, Percussion und Gesang
Die Bandbesetzung und Instrumentierung gehören zu den wichtigsten Gründen, warum Steve ’n’ Seagulls so unverwechselbar klingen.
Ehemalige Bandmitglieder
Pukki – Kontrabass und Gesang
Puikkonen – Schlagzeug, Percussion und Gesang
Jamppa – Kontrabass, Fiddle und Gesang
Die 10 bekanntesten Songs von Steve ’n’ Seagulls
Thunderstruck
The Trooper
Aces High
Nothing Else Matters
You Shook Me All Night Long
Run to the Hills
Seek and Destroy
Holy Diver
November Rain
The Number of the Beast
Diese Songs stehen stellvertretend für die unterschiedlichen Phasen der Band – von den frühen viralen Coverversionen bis zu den späteren Veröffentlichungen.
Studioalben
Farm Machine (2015)
Brothers in Farms (2016)
Grainsville (2018)
Another Miracle (2020)
The Dark Side of the Moo (2025)
Warum Steve ’n’ Seagulls mehr als eine Coverband sind
Natürlich basiert ein großer Teil der Bekanntheit von Steve ’n’ Seagulls auf bekannten Songs. Doch genau hier liegt auch der Unterschied zu einer gewöhnlichen Coverband. Die Musiker übertragen die Stücke nicht einfach in ein akustisches Format, sondern entwickeln daraus eigene Arrangements.
Aus Metal wird Bluegrass, aus Hard Rock wird Country und aus bekannten Stadionhymnen werden Songs, die plötzlich auch mit Banjo und Akkordeon funktionieren.
Gleichzeitig hat die Band über die Jahre ihren eigenen musikalischen Charakter weiterentwickelt. Eigene Songs und neue Arrangements sorgen dafür, dass Steve ’n’ Seagulls längst nicht mehr ausschließlich über ihre ersten YouTube-Erfolge definiert werden.
Steve ’n’ Seagulls und die Verbindung von Humor und musikalischem Können
Der Name, die Bühnenoutfits und die ungewöhnlichen Instrumente vermitteln zunächst eine spielerische Seite. Doch hinter dem Konzept steckt vor allem musikalisches Können.
Steve ’n’ Seagulls nehmen ihre Arrangements ernst, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen. Genau diese Mischung ist ein wesentlicher Teil des Erfolgs. Die Band kann einen Song wie „Thunderstruck“ mit sichtbarer Spielfreude interpretieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass das Ergebnis musikalisch funktioniert.
Das macht Steve ’n’ Seagulls auch nach mehr als einem Jahrzehnt interessant: Die Grundidee bleibt erkennbar, doch die Band entwickelt ihren eigenen Katalog weiter und bringt ihren Sound weiterhin auf internationale Bühnen.
FAQ zu Steve ’n’ Seagulls
Woher kommen Steve ’n’ Seagulls?
Steve ’n’ Seagulls stammen aus Jyväskylä in Finnland.
Welche Musik spielen Steve ’n’ Seagulls?
Die Band verbindet Bluegrass, Country, Folk und Rock’n’Roll mit Neuinterpretationen bekannter Rock- und Metalsongs.
Welcher Song machte Steve ’n’ Seagulls bekannt?
Die Bluegrass-Version von „Thunderstruck“ wurde zum internationalen Durchbruch der Band.
Spielen Steve ’n’ Seagulls nur Coverversionen?
Nein. Neben ihren bekannten Neuinterpretationen veröffentlichen die Musiker auch eigene Songs.
Was ist das aktuelle Album von Steve ’n’ Seagulls?
„The Dark Side of the Moo“ erschien 2025 und ist das aktuelle Studioalbum der Band.
Sind Steve ’n’ Seagulls noch aktiv?
Ja. Die Band tourt weiterhin international und veröffentlicht aktuelle Konzerttermine auf ihrer offiziellen Webseite.
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

