Datenschutz & Cookies
Wir verwenden auf unserer Website Cookies und ähnliche Technologien, um grundlegende Funktionen sicherzustellen, Inhalte zu optimieren, Statistiken zu erstellen sowie – sofern du zustimmst – personalisierte Inhalte und Werbung anzuzeigen. Dabei können personenbezogene Daten wie IP-Adresse, Geräteinformationen oder Nutzungsverhalten verarbeitet werden.
Du kannst der Nutzung einzelner Kategorien jederzeit widersprechen oder deine Einwilligung anpassen. Ausführliche Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung und in den Cookie-Einstellungen.
Durch die weitere Nutzung der Website erklärst du dich – soweit technisch erforderlich – mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Vom Radar-Festival auf die Ohren: Tesseract präsentieren ihre Prog-Metal-Klasse mit dem Live-Opus „Tender“

Ein Spagat zwischen Emotionen und Perfektionsmus
Tesseract – „Tender“ aus dem Album „Radar O.S.T.“

Wer Tesseract schon eine Weile verfolgt, vielleicht sogar ihre Musik lieben und schätzen gelernt hat, weiß, dass die Briten für eine einzigartige Mischung aus sphärischen, rhythmisch vertrackten und harten Klängen stehen. Dahinschwebende cleane Gitarrenparts, die feinen Vocals. Auf der anderen Seite: Brachiale, groovige Halftime-Breakdowns. Dynamischer könnte Metal kaum sein. 

Dass Tesseract schon längst zur Speerspitze des Prog-Metal der Welt gehören, stellten sie unter anderem beim Radar-Festival in Manchester im Jahr 2024 unter Beweis. Dort entstand das Material zur Live-Produktion „Radar“ und zum gleichnamigen Live-Album „Radar O.S.T.“, das am 5.12.2025 Releaseday feierte. 

Eben aus diesem Werk cinematischer Video- und Audiokunst möchte ich heute den Song “Tender” vorstellen. 

Der Song startet sehr ruhig mit Tesseract-typische Cleangitarren. Im Hintergrund hört man das Publikum rufen. Dann setzt ganz zart und gefühlvoll Daniel Tompkins Stimme ein. Danach die Drums mit perfektem Sound. Die Soundwelle wächst und wächst. Bevor die verzerrten Gitarren einsetzen, ein kurzes Luftholen. Dann setzt die Band wieder voll ein und man segelt auf einer Soundwolke dahin. Wundervoll. Vor dem finalen Part des Songs ein kurzes geflüstertes Intermezzo, bevor es dann in Tesseract-Manier nochmal ordentlich auf die Zwölf gibt. 

Der Sound der Produktion ist überwältigend! Erinnert schon fast an eine Studioproduktion. Glasklar und trotzdem drückend. Perfekt eigentlich. Aber genau da liegt für mich bei Liveproduktionen die Fallhöhe. Ich möchte an den Ort des Konzertes transportiert werden. Ich möchte den Raum hören, Geräusche von Zuschauern, Emotionen. Im Anfangspart des Songs wird man in die Atmosphäre mitgenommen, danach flachen die Live-Emotionen etwas ab.

Gänsehaut habe ich beim Zuhören trotzdem, weil es die Musiker bei aller Komplexität ihrer Songs trotzdem schaffen, ihrer Musik so eine emotionale Ebene zu verleihen. Das Album ist außer „Tender“ gespickt mit einer Best Of-Playlist. „King“, „Juno“, „War of Beeing“, „Concealing Fate Pt. 1“ und mehr wartet gespannte Hörer!

Möchte man mehr Live-Feeling haben, kann ich das Video empfehlen, das wirklich schön und sehr passend gefilmt und geschnitten ist. 


Avatar-Foto

Benjamin Uhle

Benjamin ist Konzertfotograf und Redakteur beim Paranoyd Magazin aus Stuttgart. Er hält die Live-Atmosphäre in Bildern und Texten fest – authentisch, unabhängig und kritisch. Benjamin legt Wert auf eine unvoreingenommene Berichterstattung und fängt die Energie von Konzerten und Festivals mit einem ehrlichen Blick für den Moment ein.

Ähnliche Beiträge