One Last Story kommen aus der Steiermark und mischen Melodie mit Moshpit-Energie zu etwas, das sie selbst Heartcore nennen. Ihre Songs sind voller Emotionen, laut, intensiv und trotzdem eingängig. Sängerin Anita liefert Vocals, die alles abdecken, von kraftvollem Schreien bis zu gefühlvollen, melodischen Passagen. Tracks wie “5G Love”, “Ghosts in a Dead Routine” und “More is More” zeigen, wie viel Herz und Power in der Band steckt.
Schon bevor sie zu One Last Story wurden, machten sie von sich reden: MTV-Features und gemeinsame Bühnen mit internationalen Acts wie Rise Against, Volbeat oder Pendulum gehören zu ihrer Historie. Nach ihrem Comeback 2024 meldeten sie sich laut, emotional und kompromisslos echt zurück.
Mit dem Blick nach vorne steht das 2026er-Album in den Startlöchern. Produziert von Christoph Wieczorek von Annisokay, verspricht es den Heartcore-Sound der Band auf ein neues Level zu heben. One Last Story stehen für eine neue Ära des emo-getriebenen Rocks, die Herz, Energie und Authentizität vereint.
Die Botschaft von „Runaway“
Der neue Song “Runaway” (VÖ: 05.12.25) berührt mich, weil er genau dieses Gefühl beschreibt, anders zu sein als alle anderen. Man hat manchmal das Gefühl, dass niemand wirklich checkt, wie laut dein Schweigen schreien kann, während alle anderen nur lachen oder urteilen. Sie nennen einen egoistisch, distanziert oder falsch – und klar, das tut weh, aber genau das macht den Song so stark durch die Botschaft dahinter.
Es geht nicht darum, vor der Welt wegzulaufen, sondern genau für das zu rennen, was einem wichtig ist: für Lieder, die noch nicht gesungen wurden, für Geschichten, die noch erzählt werden müssen, für Rechte und Kämpfe, die noch kommen. Dieses „Hear me calling forward and forward“ ist wie ein Antrieb, einfach weiterzumachen, egal was andere sagen.
Absolut toll, wie der Song einem Mut macht, seine eigene Wahrheit zu leben und sich nicht verbiegen zu lassen. Es ist dieses Feuer in einem, das man nicht löschen lassen darf, und die Hoffnung, dass die eigenen Geschichten irgendwann ihren Platz finden – egal wie viel Gegenwind kommt.
Stimmlich ist “Runaway” ein kraftvolles Statement, das die Message des Songs perfekt rüberbringt. Eine klare Stimme trifft auf eine kämpferische, fast schreiende Stimme, die Grenzen aufzeigt und gleichzeitig Mut macht. Unterstützt wird das Ganze von einem kräftigen, aber trotzdem emotionalen Rocksound, der definitiv im Ohr bleibt. Dieser Song hat auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert, was ihn noch mehr besonders macht.

Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

