GONE. mit „Misery“: Zwischen Hoffnung und Selbstverlust

GONE. mit „Misery“: Zwischen Hoffnung und Selbstverlust

Manchmal läuft nicht alles nach Plan – und genau das mussten auch GONE. erfahren. Nach einem vielversprechenden Start im Jahr 2020 sorgten die Singles „Just Fine“ und „Deceive Me“ für über 350.000 Spotify-Streams und fanden vor allem in den USA viele Hörer. Dann kam die Corona-Pandemie und bremste die junge Band aus.

Statt den Kopf hängen zu lassen, nutzten GONE. die ungeplante Pause sinnvoll. Die Besetzung wurde verändert, musikalische Ideen weiterentwickelt und Schritt für Schritt entstand der Sound, mit dem sich die Jungs heute wirklich identifizieren, zwischen Modern Metalcore und Post-Hardcore. Aktuell gehören Sänger Daniel, die Gitarristen Julian und Jörg sowie Schlagzeuger Elia zur Band.

Wenn eine Beziehung langsam zerbricht

Mit „Misery“ widmen sich GONE. den Momenten, in denen eine Beziehung nicht mit einem Knall endet, sondern Stück für Stück auseinanderfällt. Der Song erzählt von einem Menschen, der immer wieder versucht zu helfen, dabei aber zusehen muss, wie sich sein Gegenüber immer weiter in Lügen, Neid und Selbstzerstörung verliert.

Je länger dieser Zustand anhält, desto deutlicher wird, dass beide Seiten daran zerbrechen können. Aus dem Wunsch, jemanden zu retten, wird schließlich die Erkenntnis, dass man sich selbst dabei verliert. Genau diese Entwicklung zieht sich wie ein roter Faden durch „Misery“ und verleiht dem Song seine besondere Atmosphäre.

Der Blick geht nach vorn

Auch auf der Bühne geht es für GONE. weiter. Nach ihrer ersten Live-Show im Jahr 2024 und mehreren Konzerten im vergangenen Jahr wartet 2026 bereits das nächste Highlight: Erstmals steht die Band beim Field Invasion Festival in Urbach auf der Bühne.

Mit neuer Besetzung, frischen Ideen und weiteren Veröffentlichungen in Aussicht beginnt für GONE. ein neues Kapitel. „Misery“ macht dabei deutlich, dass die Band ihren eigenen Weg gefunden hat und diesen künftig konsequent weitergehen möchte.

GONE bei der Show im Scheinwerferlicht beim Konzert in Song © Tine Blessing
Tine

Tine Blessing

Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

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