DEADEND sind eine fünfköpfige Metalcore Band aus der Region Regensburg. Gegründet wurde die Band mitten in der Corona-Zeit mit dem klaren Ziel, sich nicht in feste Genregrenzen pressen zu lassen. Ihr Sound verbindet emotionale Spannungen mit wuchtigen Breakdowns, treibenden Synthesizern und DJ Elementen. Dadurch klingt das Ganze breiter und vielseitiger als vieles, was man sonst im Genre hört. Das Debütalbum „The Butterfly Effect“ erschien im Januar 2025 und drehte sich um persönliche Krisen, Durchhalten und Veränderung. Genau dieser Ton prägt die Band bis heute.
Mit „Fever Dream“, veröffentlicht am 23.01.2026, macht DEADEND genau dort weiter. Der Song fühlt sich wie der nächste logische Schritt an, greift bekannte Elemente auf und treibt sie weiter nach vorne. Diese Mischung aus innerer Unruhe und antreibender Energie ist inzwischen klarer Teil ihres Sounds.
Fieberzustand zwischen Selbstzweifel und Aufbruch
Inhaltlich geht es um einen inneren Ausnahmezustand. Zweifel, Überforderung und das Gefühl, festzustecken, bestimmen das Bild. Alles wirkt belastend, jeder Moment kostet Kraft und alte Ziele zerfallen langsam. Statt klarer Richtung gibt es Ablenkung und schnelle Ersatzlösungen, die nur kurz helfen und die innere Leere nicht wirklich füllen.
Der Text arbeitet viel mit Selbstironie und bewusster Selbstsabotage. Verlässlichkeit wird dort versprochen, wo Fehlentscheidungen eigentlich schon feststehen. Scheitern wirkt nicht wie ein Unfall, sondern wie etwas, das man längst akzeptiert hat. Gefühle werden von einem dauerhaften Fieberzustand ersetzt, der Kopf ist voll mit Gedanken ohne klaren Ausweg.
Zwischen schwarzem Humor und Verzweiflung tauchen immer wieder gesellschaftliche Themen auf. Leistungsdruck, monotone Abläufe und das Gefühl, nur noch zu funktionieren, ziehen sich durch den Song. Liebe verliert an Bedeutung, emotionale Nähe fühlt sich sinnlos an und das innere System läuft am Limit.
Trotz der dunklen Stimmung bleibt „Fever Dream“ nicht komplett hoffnungslos. An manchen Stellen zeigt sich die Idee eines Neuanfangs, eines Morgens nach dem Chaos. Am Ende steht ein ehrlicher Blick auf mentale Erschöpfung, zerstörerische Muster und den Versuch, sich selbst darin nicht ganz zu verlieren.
Der Song geht direkt von der ersten Sekunde an nach vorne und zieht die Stimmung ohne Pause bis zum Schluss durch. Gesanglich ist ordentlich Abwechslung drin, von elektronisch verzerrten Parts über Cleangesang bis hin zu heftigen Shouts und Breakdowns. Besonders auffällig ist das Schlagzeug, das im Song richtig nach vorne prescht und klar zeigt, wie hart hier reingehauen wird. Am besten macht ihr euch selbst ein Bild und checkt das Musikvideo, das DEADEND passend zum Song umgesetzt haben.

Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

