Detartrated setzen ihren Weg konsequent fort und festigen mit ihrer dritten Single ihren Ruf als eine der spannendsten Newcomer-Formate im deutschen Orchestral Deathcore. Nach dem starken Einstieg mit „Abyss of Oblivion“ im letzten Jahr und dem Nachfolger „Bloodline“ liefert die Band mit „Crown of Ash“ feat. Jay of Kanine (VÖ: 03.04.26) nun ein cineastisches Werk ab, das die Grenzen des Genres weiter auslotet.
Eine musikalische Apokalypse in mehreren Akten
Der Song entfaltet sich wie eine dunkle Oper, bei der man in jeder Sekunde gespannt darauf wartet, welche Facetten sich als Nächstes offenbaren. Detartrated schaffen es, eine Atmosphäre zu kreieren, die den Hörer mitten in ein brennendes Inferno versetzt. Textlich wird hier kein Blatt vor den Mund genommen: Die Welt versinkt in einem unaufhaltsamen Flammenmeer, in dem Hügel wie brennende Kathedralen leuchten. Diese Endzeitstimmung wird musikalisch perfekt untermalt. Während im Hintergrund majestätische Chorgesänge eine fast schon sakrale Schwere erzeugen, peitschen im Vordergrund heftige Growls und schrille, krasse Screams nach vorne.
Die Dynamik des Tracks ist bemerkenswert. Der Sound wirkt gewaltig und dicht gestaffelt, ohne dabei den Fokus zu verlieren. Besonders der Kontrast zwischen den orchestralen Elementen und der massiven Härte des Deathcore sorgt für ein ständiges Spannungsfeld. Man spürt förmlich, wie die Luft zu geschmolzener Substanz wird, während die monumentalen Riffs alles unter sich begraben. Jeder Versuch des Widerstands scheint zwecklos, da sich die Komposition immer weiter steigert, bis das Blut zu Asche wird und nur noch der Sturz in die brennende Leere bleibt.
Detartrated zeigen mit dieser Veröffentlichung, dass sie ihren cineastischen Stil perfektioniert haben. „Crown of Ash“ ist nicht nur ein Song, sondern ein kleines musikalisches Kunstwerk, das den Untergang der Welt in Töne fasst.

Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.




