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„Look me in the eyes“ überzeugt mit emotionalem Modern Metalcore voller Tiefgang – ANDRADITE im ausführlichen Review!

Andradite, Look me in the eyes

Seit 2019 sorgt die Kölner Band ANDRADITE für frischen Wind in der Modern-Metalcore-Szene. Mit einer explosiven Mischung aus harten Gitarrenriffs, epischen Orchester- und Synthesizerklängen sowie einem ständigen Wechsel zwischen wütendem Screaming und gefühlvollem Cleangesang erschaffen sie einen Sound, der sowohl unter die Haut geht, als auch direkt in die Gliedmaßen fährt. Ihre Liveshows sind ein mitreißendes Erlebnis voller Energie, Moshpits und gemeinsamen Singalongs, bei denen niemand stillstehen kann. Mit Look me in the eyes präsentiert ANDRADITE nun den zweiten Track ihrer neuen EP Ruined und liefert damit erneut ein musikalisches Statement zwischen brachialer Wucht und emotionaler Tiefe.

„Look me in the eyes“: Gefühlvoller Metalcore-Song mit Tiefgang

Look me in the eyes hat mich direkt gepackt. Der Song trägt eine unglaubliche emotionale Tiefe in sich. Für mich geht es um dieses Gefühl, wenn man so sehr im eigenen Kopf gefangen ist, dass nichts mehr wirklich funktioniert. Alles blockiert. Man denkt und denkt und kommt trotzdem nicht weiter. Und genau dieses innere Chaos wird hier spürbar gemacht. Man hört förmlich, wie sehr dieser Zustand weh tut, fast schon körperlich.

Cocos Stimme im Cleangesang ist einfach wunderschön. Da ist etwas ganz Warmes drin, fast so, als würde sie einen mit ihrer Stimme umarmen. Aber gleichzeitig spürt man auch diese Kraft in ihr, die so viel mehr kann, als nur sanft klingen. Der Song baut sich langsam auf, beginnt leise, fast zerbrechlich, und entwickelt sich zu einer emotional aufgeladenen Reise. Man spürt den Schmerz, der nicht einfach nur vorbeigeht, sondern zu einem Teil von jemandem geworden ist – jemand, der kaum noch klar denken kann.

Die Gitarren setzen zu Beginn eher zurückhaltend ein, fast schon zart, gehen dann aber diesen Weg voller Dramatik mit und verstärken das, was Coco mit ihrer Stimme erzählt. Es entsteht ein richtig intensives Klangbild, das einen einfach mitnimmt. Kurz tauchen Screams auf, die dem Ganzen noch mehr Ausdruck verleihen. Ich hätte mir davon ehrlich gesagt noch ein bisschen mehr gewünscht, denn sie hätten dem Song noch das gewisse Extra an Wucht gegeben, weil sie so gut zum Thema passen.

Andradite – “Look me in the eyes”
Fazit:
Look me in the eyes“ wirkt auf mich sehr durchdacht und ehrlich. Der Song erzählt eine Geschichte, die viele wahrscheinlich kennen: festzustecken im eigenen Kopf, ohne Ausweg. Musikalisch wird das gut eingefangen, ohne überladen zu wirken. Cocos Stimme bringt viel Gefühl mit, ohne zu aufgesetzt zu klingen, und die Instrumente unterstützen das Ganze, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Auch wenn ich mir stellenweise etwas mehr Druck gewünscht hätte, funktioniert der Song für mich genau so, wie er ist: uhig, intensiv und emotional nachvollziehbar!
PARANOYD POINT CHECK
8.5
VÖ: 01.08.2025
8.5

Paranoyd Point Check

Look me in the eyes, Andradite
Offizielles Pressefoto Andradite

Tine

Tine Blessing

Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

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