Die Schöpfer des nekromantischen Black Doom, Worm, öffnen mit „Blackheart“ erneut die Tore zu ihrer düsteren Mythologie. Die zweite Single führt tief hinab in die unterirdischen Gewölbe des Necropalace. In den Krypten und Katakomben unterhalb der Burg liegt Nightfangs Ruhestätte. Neben seinem schwarzen Sarg ruht das geheimnisvolle Blackheart. In Eis gehüllt und blutrot leuchtend wirkt dieses okkulte Artefakt wie ein pulsierendes Herz, das den alten Palastmauern neues Leben einhaucht und die Unsterblichkeit des Vampirfürsten bewahrt.
„Blackheart“ ist Teil zwei der offiziellen Kurzfilmreihe Necropalace und knüpft konsequent an die filmische Vision der Band an. Die Reihe ist stark geprägt von Worms Faszination für Horrorfilme der 80er und 90er Jahre. Regisseur Norman Cabrera, bekannt durch Arbeiten für Danzig, The Walking Dead und Fright Night II, setzt gemeinsam mit Produzentin Maya Kay und Colorist Alex Nicolaou diese dunkle Fantasiewelt in Szene. Die kreative Leitung liegt erneut bei Ted Nicolaou, der mit Klassikern wie TerrorVision und Subspecies Filmgeschichte geschrieben hat.
Sänger Phantom Slaughter beschreibt „Blackheart“ als eine Gothic Vampir Liebesballade. Der Song zeigt eine andere emotionale Farbe als der Rest des Albums und erzählt von Isolation und Verlust, die das Dasein als Geschöpf der Nacht prägen. Musikalisch verschmelzen hier die Avantgarde Phase von Katatonia und die düstere Mystik von Fields Of The Nephilim mit melodischem AOR im Stil von FM, Strangeways und Harem Scarem. Gleichzeitig lassen sich deutliche Spuren des musikalischen Erbes Floridas erkennen, mit Verweisen auf Death in der Symbolic Ära sowie Crimson Glory.
Der Sound von Worm speist sich aus nahezu allen prägenden Epochen des Extreme Metal. Symphonic Black Metal der 90er Jahre trifft auf emotionalen Shred Metal der 80er Jahre. Seit dem gefeierten Album Foreverglade hat die Band ihr Songwriting weiter verfeinert und erreicht auf Necropalace eine neue künstlerische Reife. Worm gelingt hier etwas Seltenes. Sie bewegen sich rückwärts in die Zukunft und erschaffen dabei etwas Zeitloses.
Necropalace existiert als eigene Welt. Eine Welt aus schwerem Samt und vergoldeter Pracht, überzogen vom Staub vergangener Jahrhunderte. Eine Welt, in der sich Schatten im Augenwinkel regen und Einsamkeit allgegenwärtig bleibt. Eine Welt, in der die Wunden des Fleisches heilen können, die des Herzens jedoch niemals.
Das neue Album Necroplace erscheint am 13. Februar 2026 via Century Media. Vorbestellen kann man das gute Stück HIER!

Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

