W.A.S.P.: Blackie Lawless gibt Update zum neuen Album – seit drei Jahren in Arbeit

Blackie Lawless live auf der Bühne beim Konzert

W.A.S.P. arbeiten weiter an ihrem ersten Studioalbum mit neuem Material seit „Golgotha“ aus dem Jahr 2015. Frontmann Blackie Lawless bestätigte nun, dass die Band bereits seit rund drei Jahren an neuen Songs arbeitet. Einen Veröffentlichungstermin gibt es allerdings weiterhin nicht.

Seit drei Jahren arbeitet W.A.S.P. an neuen Songs

Im Gespräch mit This Day In Metal bestätigte Blackie Lawless, dass W.A.S.P. bereits seit rund drei Jahren an neuem Material arbeiten. Parallel schreibt der Sänger an einem Buch. Der dichte Tourplan habe die Arbeiten am Album immer wieder verzögert.

„Wir arbeiten schon seit einiger Zeit daran. Zwischen dem Buch und den Tourneen war es allerdings schwierig, genügend Zeit zu finden. Aber ja, neue Musik ist definitiv in Arbeit. Daran arbeiten wir inzwischen seit etwa drei Jahren“, so Lawless.

Tourneen lassen kaum Zeit für Studioarbeit

Bereits 2025 hatte Lawless erklärt, dass die weltweiten Konzertreisen den größten Einfluss auf den Fortschritt des Albums hätten. Nach Tourneen durch Nord- und Südamerika folgte ein umfangreicher Europa-Abschnitt, wodurch längere Studioaufenthalte kaum möglich gewesen seien.

Lawless betonte zudem, dass Bands heute den Großteil ihrer Einnahmen mit Live-Auftritten erzielen, während sich mit dem Verkauf neuer Alben kaum noch Geld verdienen lasse. Dadurch bleibe deutlich weniger Zeit, um konzentriert an einem neuen Studioalbum zu arbeiten.

Die Messlatte nach „Golgotha“ liegt hoch

Schon 2024 berichtete Lawless, dass zahlreiche Demos entstanden seien. Nachdem er sich infolge eines Rückenbruchs während einer Europatour zwei Operationen unterziehen musste, nutzte er die Zeit, um die bisherigen Aufnahmen kritisch zu analysieren. Sein Fazit: Einige Ideen seien stark, insgesamt erreiche das Material jedoch noch nicht das Niveau, das er sich für ein neues W.A.S.P.-Album wünsche.

Besonders „Golgotha“ setzt für ihn hohe Maßstäbe. Das 2015 erschienene Album bezeichnete Lawless mehrfach als eines der stärksten Werke seiner Karriere. Entsprechend wolle er keine neue Platte veröffentlichen, die qualitativ hinter diesem Album zurückbleibt.

Das Vermächtnis der Band als Maßstab

Für Blackie Lawless steht heute nicht mehr der Verkauf von Tonträgern im Mittelpunkt. Vielmehr gehe es darum, das musikalische Vermächtnis von W.A.S.P. fortzuführen.

Dabei verglich er ein neues Album mit einer Vorband, die sich gegen die eigenen Klassiker behaupten müsse. Songs wie „I Wanna Be Somebody“ oder „L.O.V.E. Machine“ seien über Jahrzehnte zu festen Bestandteilen der Bandgeschichte geworden und würden automatisch als Maßstab dienen. Neues Material müsse diesem Vergleich standhalten und den eigenen Qualitätsansprüchen gerecht werden.

Wohin entwickelt sich der neue Sound?

Ursprünglich wollte Lawless ein raues, dreckiges Rock-’n‘-Roll-Album schreiben. Während des Songwritings entwickelte sich das Material jedoch in eine andere Richtung. Statt eines geradlinigen Hard-Rock-Albums entstand erneut eher nachdenkliches Songmaterial – ähnlich wie bereits auf „Golgotha“.

Wie das fertige Album letztlich klingen wird, ließ der Sänger offen. Erst nach Abschluss der aktuellen Tourneen wolle sich die Band wieder intensiv der Fertigstellung des Albums widmen.

Nordamerika-Tour startet im September

Während die Arbeiten am Album weiterlaufen, bereiten sich W.A.S.P. auf ihre „1984 To Headless“-Tour durch die USA und Kanada vor. Die Konzertreise beginnt am 10. September 2026 und führt die Band bis Ende Oktober durch Nordamerika. Als Special Guest sind KK’S PRIEST dabei.

Auch deutsche Fans dürfen sich auf ein Wiedersehen freuen: Im Dezember kehren W.A.S.P. nach Deutschland zurück und werden bei den drei Ausgaben des Festivals „The Hard Circle“ auftreten.

Einen Termin für die Veröffentlichung des neuen Albums nannte Blackie Lawless nicht. Nach Abschluss der aktuellen Tourneen dürfte die Arbeit an der neuen Platte jedoch wieder stärker in den Fokus rücken.

Quelle: Erin Greatrix of This Day In Metal

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

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