Mit „Arsenal“ haben Slipknot kürzlich überraschend einen neuen Song veröffentlicht. Die Reaktionen darauf fallen allerdings nicht überall positiv aus. Auch auf unseren Social-Media-Kanälen überwiegt bislang die Kritik. Gitarrist Jim Root hat nun klargestellt, dass die aktuelle Single ohnehin nicht auf dem kommenden Album erscheinen wird.
„Arsenal“ sorgt für Diskussionen
Nach mehreren Jahren ohne regulären neuen Song sorgt die überraschende Veröffentlichung innerhalb der Slipknot-Fangemeinde für Gesprächsstoff. Besonders die musikalische Ausrichtung der Single wird dabei unterschiedlich aufgenommen. Auch auf unseren Social-Media-Kanälen fiel die Reaktion bislang überwiegend kritisch aus. Unter dem Beitrag häuften sich negative Kommentare, teilweise wurde sogar infrage gestellt, ob die Band musikalisch noch an frühere Zeiten anknüpfen kann. Für einige der Kritiker dürfte es deshalb eine interessante Nachricht sein, dass der aktuelle Track gar nicht für das kommende Album vorgesehen ist.
Jim Root erklärt die Hintergründe
Root hat sich in Instagram-Kommentaren direkt gegenüber Fans zur Diskussion geäußert. Auf die Frage, ob ihn die Kritik störe, antwortete der Gitarrist: „Das kommt ganz auf den Kommentator an.“
Anschließend erklärte Root, die Nummer sei von der Band relativ schnell fertiggestellt worden, während gleichzeitig an den übrigen Stücken für die kommende Platte gearbeitet wird. Dabei betonte er ausdrücklich, dass sie „nicht wirklich repräsentativ“ für die anderen Songs sei.
Auf die direkte Frage, ob die Single trotzdem auf dem nächsten Album erscheinen werde, antwortete Root unmissverständlich: „Nein.“
Damit dürfte zugleich klar sein, dass sich aus der aktuellen Veröffentlichung nur bedingt Rückschlüsse auf die musikalische Richtung des kommenden Albums ziehen lassen.
Was über das neue Album bekannt ist
Viel ist über die kommende Slipknot-Platte bislang nicht bekannt. Einen Veröffentlichungstermin oder eine Tracklist gibt es noch nicht. Die Arbeiten laufen allerdings bereits: Root hatte im Juli von rund 50 Arrangements gesprochen, die sich zu diesem Zeitpunkt in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befanden. Als Produzent ist Matt Wallace an Bord.
Zuletzt deuteten Beiträge des Gitarristen darauf hin, dass inzwischen auch Aufnahmen stattfinden. Root beschrieb den Entstehungsprozess als sehr organisch und sprach unter anderem von schnellen Riffs, schweren und melodischen Passagen sowie experimentelleren Elementen. Eine klare musikalische Richtung für das fertige Album wollte er dennoch noch nicht festlegen.
Weitere Hintergründe zu den Arbeiten am kommenden Studioalbum haben wir bereits in unserem Artikel „Slipknot arbeiten an neuem Studioalbum – Jim Root gibt Einblicke“ zusammengefasst.
Eloy Casagrande feiert Studio-Debüt
Für Schlagzeuger Eloy Casagrande markiert die Veröffentlichung einen besonderen Meilenstein. Der 2024 zu Slipknot gestoßene Musiker ist darauf erstmals auf einer offiziellen Studioaufnahme der Band zu hören.
Auch personell befindet sich die Formation weiterhin in Bewegung. Zuletzt sorgte der Abschied von Sid Wilson für Diskussionen. Gleichzeitig ist die Single die erste Veröffentlichung über das bandeigene Label (sic)est Records. Dabei arbeitet Slipknot weiterhin mit seinen bisherigen Partnern aus dem Warner-Umfeld zusammen.
Der Song ist zudem die erste neue Slipknot-Musik seit der 2023 veröffentlichten Single „Bone Church“. Das letzte reguläre Studioalbum „The End, So Far“ erschien bereits 2022.
„Arsenal“ bleibt ein eigenständiger Ausflug
Für die Einordnung der aktuellen Veröffentlichung ist Roots Aussage deshalb durchaus wichtig. Die Single soll offenbar bewusst für sich stehen und keinen Vorgeschmack auf das komplette musikalische Konzept des kommenden Albums liefern.
Wann Slipknot den Nachfolger von „The End, So Far“ fertigstellen und weitere Details bekannt geben wird, bleibt offen. Sicher ist bislang nur: Der aktuelle Song gehört nicht auf die neue Platte.
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.
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