SKILLET feiern 2026 ihr 30-jähriges Bestehen – allerdings ohne großes Jubiläums-Event. Stattdessen wollen John Cooper und seine Band den runden Geburtstag mit neuer Musik begehen. In einem aktuellen Interview mit The Sound Lab (UK) erklärte der Frontmann und Bassist, dass es bislang keine konkreten Pläne für spezielle Jubiläumsshows gebe, man aber definitiv „etwas machen müsse“.
„Seit etwa sechs Monaten sagen wir, dass wir etwas tun sollten – aber bisher hatte niemand eine richtig gute Idee“, so Cooper. Gerade jüngere Fans könnten sich kaum vorstellen, dass SKILLET bereits seit drei Jahrzehnten existieren. „Die fragen dann: Wie alt seid ihr eigentlich? Und ich sage: 35 – frag nicht weiter“, scherzt der Sänger.
Neue Musik statt Nostalgie
Statt in Erinnerungen zu schwelgen, blickt die Band klar nach vorne. Für 2026 ist neues SKILLET-Material geplant, an dem aktuell bereits intensiv gearbeitet wird. Mehrere Songs seien schon fertiggestellt. Cooper beschreibt den Ansatz als eine Art Neuanfang: neue Songs, neue Energie, neue Leidenschaft – mit dem Gefühl, wieder am Anfang zu stehen.
Härter, tiefer, progressiver
Auch musikalisch dürfen Fans gespannt sein. Erste Hinweise lieferte bereits der im November veröffentlichte Weihnachtssong „O Come, O Come Emmanuel“, der überraschend harte Passagen enthält. Laut Cooper greift die Band dabei auf sehr tiefe Tunings und Metal-Elemente zurück, wie man sie bei SKILLET zuletzt Anfang der 2000er gehört habe.
Zudem sollen progressive Metal-Einflüsse, die bislang vor allem im Live-Set eine Rolle spielten, stärker in das neue Studiomaterial einfließen. Als Beispiel nennt Cooper das ausgedehnte Prog-Outro von „The Resistance“, das live besonders gut ankommt. Diese Freiheit wolle man nun konsequenter nutzen.
„Es sind 30 Jahre – da muss man mit einem Knall zurückkommen und zeigen, dass wir noch immer hungrig sind“, erklärt Cooper. Ganz jugendlich vielleicht nicht mehr, aber voller Überzeugung.
Glaube als Konstante
Unverändert bleibt SKILLETs klare Haltung zum christlichen Glauben. John Cooper betont seit Jahren, dass Rock- und Metal-Musik keine Gegensätze zum Christentum seien. Musik gehöre Gott – unabhängig vom Genre. Diese Überzeugung prägt nicht nur die Band, sondern auch Coopers Bücher „Awake & Alive To Truth“ und „Wimpy, Weak, And Woke“, in denen er sich offen zu gesellschaftlichen und kulturellen Themen äußert.
Das aktuelle Album „Revolution“ erschien im November 2024 über das bandeigene Label Hear It Loud.
Quelle: The Sound Lab
Marc Blessing
Marc ist, Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf für das LKA Longhorn und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, Profi-Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament von Paranoyd.

