Mit „Scream“ haben SKILLET ihre neue Single veröffentlicht – und gleichzeitig einen ihrer persönlichsten Songs der vergangenen Jahre. Frontmann John Cooper verriet nun, dass der Song von Depressionen, Verrat und schweren persönlichen Erfahrungen inspiriert wurde.
John Cooper verarbeitet persönliche Krisen in „Scream“
Im Gespräch mit ChurchLeaders beschreibt Cooper „Scream“ als einen der emotionalsten Songs, den SKILLET seit langer Zeit geschrieben haben. Die kommende Veröffentlichung umfasst insgesamt sechs Songs, in denen sich SKILLET intensiv mit den schwierigen Seiten des Lebens auseinandersetzen.
Der Musiker erklärte, dass jeder Mensch irgendwann mit Leid konfrontiert werde – sei es durch Trauer, Krankheit, Sucht, Depressionen oder Verrat. Dieses Gefühl eines inneren, oft stillen Schreis habe er in „Scream“ verarbeitet.
Besonders persönliche Einblicke gab John Cooper, als er über die vergangenen Jahre sprach:
„Ich habe in den letzten Jahren eine Menge durchgemacht – eine dunkle Nacht der Seele, Verrat, Lügen, die über mich verbreitet wurden, und Situationen, in denen uns der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.“
Gemeinsam mit seiner Frau Korey Cooper habe er Ereignisse erlebt, mit denen beide niemals gerechnet hätten. Diese Erfahrungen hätten ihn in eine schwere persönliche Krise geführt, die sich schließlich auch in Depressionen äußerte. Besonders überrascht habe ihn, dass diese dunklen Gefühle zurückkehrten, obwohl er geglaubt habe, dieses Kapitel seines Lebens längst hinter sich gelassen zu haben.
„Scream“ soll Hoffnung statt Wut vermitteln
Obwohl „Scream“ musikalisch aggressiv klingt, sei der Song laut Cooper kein Ausdruck von Wut. Vielmehr symbolisiere der titelgebende Schrei den Moment, in dem man sich gegen Hoffnungslosigkeit und innere Dunkelheit auflehnt.
Der Sänger betont, dass Menschen mit psychischen Belastungen sich häufig schämen würden – insbesondere innerhalb christlicher Gemeinden. Er wolle mit seiner Offenheit zeigen, dass Depressionen und Leid nichts seien, wofür man sich verstecken müsse.
Für Cooper steht fest: Der Schrei in „Scream“ sei ein Zeichen des Widerstands und der Entscheidung, nicht aufzugeben.
Erfolgreicher Start ins neue Kapitel
Die neue Single erschien am 10. Juli und markiert den Auftakt zur kommenden Veröffentlichung. Produziert wurde das Material in Memphis gemeinsam mit einem Produzenten, der die Band bereits kannte, bevor sie ihr erstes Album aufnahm.
Parallel feiern SKILLET weiterhin enorme Erfolge. Der Klassiker „Monster“ überschritt inzwischen die Marke von vier Milliarden Streams weltweit. Zudem bleibt der Song der bislang einzige Titel eines christlichen Künstlers, der die Marke von einer Milliarde Streams auf Spotify überschritten hat. Die jüngste Europa-Tournee verkaufte außerdem mehr als 90.000 Tickets in 23 Städten und führte die Band vor die größten internationalen Publikumszahlen ihrer bisherigen Karriere.
Live spielte die Band „Scream“ bereits am 14. Mai erstmals während ihres Konzerts in Sofia.
„Comatose“ feiert 20-jähriges Jubiläum
Zeitgleich kündigten SKILLET die „Comatose: 20 Years, Still Screaming Tour“ zum 20-jährigen Jubiläum ihres Erfolgsalbums „Comatose“ an.
John Cooper erklärte, dass viele Fans ihm bis heute erzählen würden, wie sehr ihnen die Songs der Platte in schwierigen Lebensphasen geholfen hätten. Deshalb wolle SKILLET erstmals einen großen Teil der Show den Songs von „Comatose“ widmen. Neben den bekannten Klassikern sollen auch Stücke auf die Setlist zurückkehren, die bislang kaum oder sogar noch nie live gespielt wurden.
Quelle: ChurchLeaders
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.
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