Ross The Boss ist tot: Manowar-Mitgründer stirbt mit 72 Jahren

Ross The Boss Ross The Boss Instagram (offizieller Account)

Die Rock- und Metal-Welt trauert um eine echte Legende: Ross Friedman, besser bekannt als Ross The Boss, ist am 26. März im Alter von 72 Jahren verstorben. Nur wenige Wochen zuvor war öffentlich geworden, dass der einflussreiche Gitarrist an der schweren Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose litt.

Ross The Boss: Ein prägender Sound für den Heavy Metal

Gemeinsam mit Joey DeMaio gründete Ross Friedman im Jahr 1980 die Band Manowar und legte damit den Grundstein für eine der prägendsten Formationen des klassischen Heavy Metal. Sein kraftvolles Gitarrenspiel wurde schnell zum Markenzeichen der Band und beeinflusste Generationen von Musikern.

Neben Manowar war Friedman auch in zahlreichen weiteren Projekten aktiv. Dazu zählen unter anderem die Punkband The Dictators, die Metal-Supergroup Deathdealer, Brain Surgeons sowie seine eigene Formation, die Ross The Boss Band.

Krankheit kam plötzlich und unerbittlich

Erst im Februar wurde bekannt, dass Ross The Boss an ALS erkrankt war. Die Diagnose folgte auf Monate voller rätselhafter Symptome, darunter zunehmende Schwäche in Armen und Beinen. Anfangs vermuteten Ärzte noch andere Ursachen, doch die tatsächliche Erkrankung brachte schnell eine bittere Gewissheit.

ALS ist eine fortschreitende neurologische Krankheit, die zu Muskelschwäche, Lähmungen sowie massiven Einschränkungen beim Sprechen, Schlucken und Bewegen führt. Trotz Therapieversuchen und Änderungen im Lebensstil verschlechterte sich sein Zustand kontinuierlich.

Besonders tragisch: Für einen Musiker wie Friedman bedeutete die Krankheit auch den Verlust seiner größten Leidenschaft. In einem persönlichen Statement zeigte er sich tief bewegt von der Unterstützung seiner Fans und schrieb, wie schwer es für ihn sei, nicht mehr Gitarre spielen zu können.

Abschied von einer Ikone

Die Nachricht von seinem Tod wurde über seine offiziellen Kanäle bestätigt. In einem Statement seiner Familie heißt es, seine Musik sei sein Lebenselixier gewesen – etwas, das ihm die Krankheit letztlich genommen habe. Gleichzeitig bedankten sich seine Angehörigen für die enorme Anteilnahme und Unterstützung, die ihm insbesondere in den letzten Wochen entgegengebracht wurde.

Auch seine ehemaligen Bandkollegen von Manowar meldeten sich zu Wort und drückten ihre Anteilnahme aus – trotz früherer Differenzen.

Mit Ross The Boss verliert die Szene nicht nur einen herausragenden Gitarristen, sondern auch eine prägende Persönlichkeit des Heavy Metal. Sein Einfluss wird weit über seinen Tod hinaus spürbar bleiben.

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf des LKA Longhorns und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament vom Paranoyd-Magazin.

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