Die Grenzen zwischen futuristischem Gaming und avantgardistischer Musik verschwimmen zusehends. Mit ihrem neuesten Track „In Death We’ve Just Begun“ liefert die US-Ausnahmekünstlerin POPPY einen atmosphärischen Vorboten für den kommenden Survival-Extraction-Shooter Marathon. Entstanden ist das Stück in enger Zusammenarbeit mit dem experimentellen Trio Son Lux, was dem Sound eine cineastische Tiefe verleiht, die weit über herkömmliche Soundtrack-Kost hinausgeht.
Nach ihrem jüngsten Erfolg mit dem Album „Empty Hands“ beweist die Musikerin erneut ihr Gespür für Genre-Busting. Der neue Song fügt sich nahtlos in die düstere, technologische Vision ein, die das Studio Bungie – die Schöpfer von Halo – für ihr neuestes Projekt entworfen haben. In der Welt von Marathon schlüpfen Spieler in die Rollen von kybernetischen Söldnern, den sogenannten Runnern, die in einer feindseligen Zukunft nach wertvollen Ressourcen suchen. Der Track fängt diese ständige Bedrohung perfekt ein: Langsam anschwellende elektronische Impulse treffen auf schwebende Streicherarrangements, während Poppys Gesang eine fast schon hypnotische Melancholie ausstrahlt.
POPPY zwischen Göttern und Maschinen im neuen Trailer
Besonders intensiv wirkt die Zusammenarbeit im neuen Cinematic-Teaser zum Spiel, der unter der Regie von Harmony Korine und Sam Goldwater entstanden ist. Die Bilder zeigen das gnadenlose Chaos, dem die Runner auf ihren Missionen ausgesetzt sind, untermalt von Poppys beklemmenden Zeilen: „Is there a sign of life in what’s beyond? If I get out alive, they’ll call me god.“ Diese Mischung aus Größenwahn und existenzieller Angst spiegelt die Atmosphäre des Shooters wider, in dem das Überleben oft nur eine Frage von Sekunden ist.
Für Fans von anspruchsvollem Sounddesign gibt es zudem gute Nachrichten: Der komplette Soundtrack zu Marathon wird bereits am 06.03.2026 erscheinen. Neben der Kollaboration mit Poppy enthält das Album weitere Kompositionen von Ryan Lott, dem Kopf hinter SON LUX, der für seine komplexen und emotionalen Klangwelten bekannt ist. Es bleibt abzuwarten, wie viele weitere Überraschungen diese Allianz zwischen Gaming-Giganten und Musik-Visionären noch bereithält, doch „In Death We’ve Just Begun“ setzt die Messlatte für moderne Videospielmusik bereits jetzt beachtlich hoch.
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf des LKA Longhorns und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament vom Paranoyd-Magazin.


