P.O.D. haben mit „OUTBREAK“ ihren ersten neuen Song seit dem 2024 veröffentlichten Album „VERITAS“ rausgehauen. Und für die Rückkehr haben sich Sonny Sandoval, Marcos Curiel, Traa Daniels und Zachary Christopherr Unterstützung geholt: Norma-Jean-Sänger Cory Brandan ist als Gast dabei und begleitet P.O.D. musikalisch mitten hinein in die Zombie-Apokalypse. Passend dazu gibt es ein neues Musikvideo.
Produziert wurde „OUTBREAK“ von Grammy-Gewinner Will Yip, der unter anderem bereits mit Turnstile, Code Orange und Circa Survive gearbeitet hat. Die Verbindung zu Cory Brandan entstand während der gemeinsamen US-Tour von P.O.D. und Norma Jean im Jahr 2024.
„Wir kennen die Band und ihre Mitglieder schon eine Weile, aber damals waren wir zum ersten Mal gemeinsam auf Tour und hatten wirklich die Gelegenheit, uns auch auf freundschaftlicher Basis näher kennenzulernen“, erklärt Sonny Sandoval.
Cory Brandan passt perfekt in die Zombie-Apokalypse
Dass aus der gemeinsamen Tour irgendwann auch gemeinsame Musik entstehen würde, war zunächst nicht geplant. Bei „OUTBREAK“ passte Brandan für P.O.D. allerdings genau ins Bild. Sandoval bezeichnet den Track sogar als möglicherweise einen der härtesten Songs ihrer bisherigen Karriere.
„Das ist möglicherweise einer der härtesten Songs, die P.O.D. je geschrieben haben, also wollten wir einen Gastsänger präsentieren, der das widerspiegelt. Corys Stimme und sein Ton bringen eine ganz eigene Intensität und Präsenz mit, die einen sofort in ihren Bann zieht. Unsere Stimmen zusammen erzeugen eine kraftvolle Energie, die der Power des Songs gerecht wird.“
Auch das Zombie-Thema kommt nicht von ungefähr. P.O.D. haben eine Schwäche für entsprechende Filme und Videospiele. Gitarrist Marcos Curiel erklärt: „Als begeisterte Fans von Zombie-Apokalypsen, Videospielen und Filmen lag es nahe, einen Song über dieses Thema zu schreiben. Der Song bewegt sich vorsichtig auf der Grenze zwischen Non-Fiction und Fiktion. Er macht Spaß und ist gleichzeitig druckvoll und schlägt eine Brücke zwischen dem, was real ist, und dem, was es nicht ist.“
Der Titel stand übrigens schon fest, bevor der Text geschrieben war. Curiel schickte Sandoval zunächst ein Gitarren-Demo mit dem Arbeitstitel „OUTBREAK“. Das genügte, um die weitere Richtung festzulegen.
„Marcos schickte mir ein grobes Gitarren-Demo, das den Arbeitstitel ‚OUTBREAK‘ trug. Das war mit Abstand die härteste Idee, die wir bis dahin hatten, und ich habe ihm sofort geschrieben, wie sehr ich sie liebe. Als ich es hörte, wusste ich, dass es keinen Grund gab, den Titel zu ändern, und dass wir ihn auch als lyrisches Thema verwenden sollten. Das Gitarrenriff und das Warnsignal-Sample erzeugten sofort dieses hektische, apokalyptische Weltuntergangsgefühl“, so Sandoval.
P.O.D. feiern 2027 bereits 35 Jahre Bandgeschichte
„OUTBREAK“ erscheint nach einigen ziemlich vollen Jahren für P.O.D. In den vergangenen drei Jahren waren die Musiker unter anderem mit Daughtry, Norma Jean, Limp Bizkit, Creed und Seether unterwegs. In Europa standen Touren mit Godsmack, Drowning Pool und Skindred auf dem Programm. Dazu kamen Shows in Lateinamerika und zahlreiche Festivals.
Allein während ihrer „European Take-Over“-Tour im Sommer 2026 absolvierten P.O.D. 20 Festivals in 16 Ländern. Für den Rest des Jahres stehen weitere Festivalauftritte in den USA, Mexiko und Australien an.
Die zahlreichen Reisen haben auch Sandovals Blick auf die Bedeutung von Musik geprägt. „Musik verbindet. In einer Zeit, in der es so viel Spaltung gibt, ist Musik das Eine, das uns vereint. Sie ist wirklich die universelle Sprache“, sagt Sonny. „Die Möglichkeit, auf der ganzen Welt und für so viele wunderbare Menschen aufzutreten, hat uns die Augen geöffnet und uns zum Guten hin komplett verändert. Musik ist Leben und sie hält uns am Laufen. Ich habe das Gefühl, dass wir ständig lernen und wachsen. Ich denke, das Leben kann manchmal verwirrend und komplex sein, aber in den Momenten, in denen wir gemeinsam auf der Bühne stehen, scheint plötzlich alles einen Sinn zu ergeben.“
2027 wartet dann der nächste große Meilenstein: P.O.D. feiern ihr 35-jähriges Bandjubiläum. „OUTBREAK“ soll dabei nicht einfach eine Wiederholung dessen sein, was auf „VERITAS“ funktioniert hat. Stattdessen wollen P.O.D. die Entwicklung der vergangenen Jahre weiterführen.
„Ich glaube, wir haben etwas ganz Besonderes angezapft und den Schwung von VERITAS genutzt, um die Songs auf ein anderes Level zu bringen. Wir haben schon immer auf unsere eigene Art geschrieben und nie versucht, andere Alben zu kopieren. Das ist P.O.D. 2027!“

Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.



