Die Metal-Welt hält den Atem an: Sharon Osbourne hat offiziell die Rückkehr des legendären OZZFEST für das Jahr 2027 angekündigt. In ihrem Podcast „The Osbournes“ enthüllte sie die ambitionierten Pläne, die das Erbe ihres 2025 verstorbenen Ehemannes Ozzy Osbourne ehren sollen. Während die Musikwelt noch immer den Verlust des „Prince of Darkness“ betrauert, setzt Sharon nun ein Zeichen, dass sein Geist in der von ihm geschaffenen Institution weiterlebt. Der Startschuss fällt in der britischen Heimat, doch die Ambitionen reichen bereits weit über die Insel hinaus.
Ozzfest in Birmingham: Eine Rückkehr zu den Wurzeln
Der erste bestätigte Austragungsort für das Revival könnte symbolträchtiger kaum sein: Das Stadion des Aston Villa Football Clubs in Birmingham. Genau hier, in der Geburtsstadt des Heavy Metal, spielte Ozzy Osbourne im vergangenen Jahr sein letztes Konzert vor seinem Tod – ein denkwürdiger Abend, an dem auch Größen von Metallica, Guns N’ Roses und Tool die Bühne teilten. Dass die Reise des Ozzfest 2027 genau hier fortgesetzt wird, wirkt wie eine letzte Verbeugung vor der Ikone. Sharon Osbourne plant zunächst zwei Termine in Großbritannien als eine Art Probelauf, bevor das Festival auch wieder den Sprung über den Großen Teich in die USA wagt.
Dabei geht es Sharon nicht nur um Nostalgie. Die Atmosphäre des Ozzfests soll wieder das werden, was sie einst ausmachte: Ein Ort ohne Star-Allüren, den sie treffend als „Ferienlager“ beschreibt. Es herrschte eine Gemeinschaft, in der sich niemand in den Vordergrund drängte, nur weil er sich für etwas Besseres hielt. Diese besondere Energie, die 1996 ihren Anfang nahm, nachdem die Lollapalooza-Veranstalter Ozzy Osbourne abgelehnt hatten, soll 2027 neu entfacht werden.
Mission Nachwuchsförderung: Das Vermächtnis geht weiter
Ein zentraler Aspekt der Neuausrichtung ist die Suche nach frischen Kräften. „Wir müssen viele junge, neue Talente finden, denn das würde dein Vater wollen“, erklärte Sharon im Gespräch mit ihrem Sohn Jack. Das Ozzfest 2027 wird zwar zunächst kein Tournee-Festival sein, doch die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Sollte die Resonanz der Fans entsprechend ausfallen, stellt Sharon für das Jahr 2028 eine großangelegte Tournee in Aussicht. Die Visionen reichen dabei sogar bis nach Indien, inspiriert durch die dortigen Erfolge anderer Formate wie dem Lollapalooza.
Es ist ein mutiger Schritt, das Festival ohne seinen Namensgeber fortzuführen. Doch nach der letzten Ausgabe 2018 in Kalifornien und Ozzys langem Kampf gegen seine Parkinson-Erkrankung fühlt sich dieses Comeback wie die richtige Antwort auf seinen tragischen Tod an. Das Ozzfest war immer mehr als nur eine Show; es war eine Plattform für die nächste Generation des harten Sounds. Dass Sharon Osbourne diesen Weg nun konsequent weitergeht, sichert nicht nur den Fortbestand des Markennamens, sondern hält die Flamme des Metal-Pioniers am Brennen.
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf des LKA Longhorns und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament vom Paranoyd-Magazin.

