Ausgerechnet Muse: Die britische Rockband hat ihre langjährigen Social-Media-Handles geändert. Der ehemalige Name @Muse wird inzwischen von Metas neuem KI-Agenten verwendet. Die Ironie daran dürfte Fans der Band besonders gefallen.
Auf Instagram ist die Formation mittlerweile unter @museband zu finden, auf X als @Musetheband. Wann und warum der Wechsel genau erfolgte, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Fans hatten bereits im Sommer bemerkt, dass die Band ihre bisherigen Nutzernamen aufgegeben hatte – also noch bevor Meta seinen neuen KI-Agenten offiziell vorstellte.
Die KI heißt ebenfalls Muse
Am 8. September hat Meta seinen neuen persönlichen KI-Agenten Muse vorgestellt. Das System soll deutlich mehr können als klassische Chatbots: Es kann unter anderem E-Mails verschicken, Reisen buchen, Formulare ausfüllen, Termine organisieren und langfristige Ziele in konkrete Aufgaben umwandeln. Dafür läuft Muse auf einem eigenen virtuellen Computer mit Browser und kann auch im Hintergrund weiterarbeiten. Zum Start ist der Dienst in den USA verfügbar.
Dass ausgerechnet dieser KI-Agent nun den ehemaligen @Muse-Handle verwendet, sorgt entsprechend für Verwunderung. In sozialen Netzwerken wurde bereits spekuliert, die Band habe ihren Namen für Metas Produkt abtreten müssen oder sei dafür sogar bezahlt worden. Dafür gibt es allerdings keinen belastbaren Beleg. Weder Muse noch Meta haben öffentlich erklärt, wie es zu dem Wechsel kam.
Dystopie mit besonderer Pointe
Besonders passend ist die Geschichte, weil technologische Kontrolle und künstliche Intelligenz seit Jahren zu den wiederkehrenden Themen der Band gehören. Auf „Simulation Theory“ von 2018 beschäftigte sich Muse intensiv mit Algorithmen, virtuellen Realitäten und der zunehmenden Kontrolle durch Technologie. Auch „Drones“ griff bereits die Themen Überwachung, Manipulation und technologische Macht auf.
Nun trägt ausgerechnet eine KI denselben Namen wie die Band – und hat den prominenten @Muse-Handle übernommen.
Ob das lediglich ein kurioser Zufall oder das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen den Beteiligten ist, bleibt offen. Sicher ist bislang nur: Wer heute nach @Muse sucht, landet nicht mehr bei Matt Bellamy, Chris Wolstenholme und Dominic Howard, sondern bei künstlicher Intelligenz.
Für die echte Muse geht es derweil auf der Bühne weiter. Die Band ist in diesem Jahr noch mit ihrer „The Wow! Signal“-Tour unterwegs und kommt im November auch nach Deutschland.
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.



