Bei immer mehr Konzerten heißt es inzwischen: Handy weg, Musik erleben. Nun hat sich auch Megadeth-Gitarrist Teemu Mäntysaari klar hinter das umstrittene Konzept gestellt. In einem neuen Interview mit Sonar FM bezeichnete der Finne die von Ghost eingesetzten Handyverbote via Yondr-Pouches sogar als „großartige Idee“.
Mäntysaari erklärte, dass er bereits mehrere Shows besucht habe, bei denen Besucher ihre Smartphones in verschließbare Taschen legen mussten. Auch bei einer exklusiven Album-Pre-Listening-Session von Megadeth in Nashville sei dieses System bereits zum Einsatz gekommen. Der Musiker betonte, dass Fans dadurch die Musik direkter erleben würden, statt permanent durch Displays auf die Bühne zu schauen.
Teemu Mäntysaari feiert das Ghost Handy-Verbot
Besonders Ghost treiben das Konzept aktuell konsequent voran. Die komplette 2025er- und 2026er-Tour der Schweden findet ohne aktive Smartphones im Publikum statt. Bereits 2023 hatte die Band zwei handyfreie Konzerte in Los Angeles für den Konzertfilm „Rite Here Rite Now“ veranstaltet. Auch Iron Maiden appellierten zuletzt an Fans, ihre Handys während der „Run For Your Lives“-Tour wegzupacken. Ebenso verfolgen Tool seit Jahren ähnliche Ansätze.
Das Prinzip hinter den sogenannten Yondr-Pouches ist simpel: Besucher behalten ihre Geräte zwar bei sich, können diese innerhalb der Venue aber nicht öffnen. Erst außerhalb der handyfreien Zonen oder an speziellen Stationen werden die Taschen entsperrt.
Mäntysaari sieht darin keinen Nachteil für Fans. Schließlich könnten Bands weiterhin professionell gefilmtes Material selbst veröffentlichen und Ausschnitte über Social Media teilen. Laut dem Megadeth-Gitarristen dürfte das Konzept in Zukunft sogar noch deutlich häufiger eingesetzt werden.
Megadeth sammeln bereits Material für Live-Release
Im selben Interview sprach Mäntysaari außerdem über mögliche Live-Veröffentlichungen der laufenden Abschiedstour von Megadeth. Laut ihm zeichnet die Band bereits jetzt sämtliche Shows mit. Während meist Audio-Mitschnitte entstehen, werde zunehmend auch Videomaterial produziert.
Das Ziel sei es, langfristig genügend Material für eine mögliche Live-Veröffentlichung zusammenzustellen. Für Fans könnte das bedeuten, dass die aktuelle Farewell-Ära von Megadeth irgendwann als offizielles Live-Dokument erscheint.
Erst Anfang 2026 veröffentlichte Megadeth ihr neues selbstbetiteltes Studioalbum. Es ist gleichzeitig das erste Werk mit Teemu Mäntysaari an der Gitarre. Produziert wurde die Platte erneut von Chris Rakestraw, der bereits an „Dystopia“ sowie „The Sick, The Dying… And The Dead!“ beteiligt war.
Quelle: Sonar FM
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.




