Korn: Fast 40 Songs für das neue Album – Akribie trifft auf frische Energie

Korn: Fast 40 Songs für das neue Album – Akribie trifft auf frische Energie

Die Gerüchteküche um den Nachfolger des 2022er-Werks Requiem bekommt neues Futter. In einem ausführlichen Interview mit Igor Miranda von Rolling Stone Brasil gab Gitarrist James „Munky“ Shaffer tiefe Einblicke in den Entstehungsprozess des kommenden Korn-Albums. Dabei wurde deutlich: Die Band überlässt absolut nichts dem Zufall und hat bereits an fast 40 Songs gearbeitet.

Ein intensiver Prozess der Neuerfindung

„Es dauert verdammt lange“, gab Munky unumwunden zu. Die Band habe rund 40 Songs geschrieben, diese wieder verworfen, auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Dieser zeitintensive Ansatz liegt vor allem an der hohen Selbstkritik der Musiker. Das Ziel ist klar: Den klassischen Korn-Sound bewahren, ohne sich ständig zu wiederholen. Laut Munky dürfen Fans ein gitarrengetriebenes und basslastiges Album erwarten, das ohne übermäßige elektronische Spielereien auskommt, sich aber dennoch frisch anfühlt.

Neue Dynamik in der Rhythmusgruppe

Ein spannender Faktor im Schreibprozess ist die Zusammenarbeit zwischen Schlagzeuger Ray Luzier und dem aktuellen Bassisten Roberto „Ra“ Díaz. Munky betonte, dass die beiden eine völlig neue Energie in die Rhythmussektion bringen. Da sie zuvor noch nie gemeinsam an einem Studioalbum gearbeitet haben, bringen sie eine unvoreingenommene Herangehensweise mit, die auch gestandene Bandmitglieder wie Munky überrascht.

Die Situation um Fieldy: Eine Bruderschaft auf Distanz

Natürlich kam auch das Thema Reginald „Fieldy“ Arvizu zur Sprache, der sich seit 2021 eine Auszeit von der Band nimmt. Munky sprach offen darüber, dass Fieldy bei den letzten Aufnahmen emotional bereits etwas distanziert wirkte und seinen Fokus verloren hatte. Trotz der schwierigen Situation betonte Munky, dass es kein böses Blut gibt: „Er ist unser Bruder und wir wollen, dass er glücklich ist.“ Die Band sieht Fieldys Abwesenheit weiterhin als eine Art „Hiatus“, um ihm den nötigen Raum für seine mentale Gesundheit zu geben.

Quelle: Rolling Stone Brasil

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

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