Kessel Festival sagt zweiten Festivaltag wegen extremer Hitze ab

Kesselfestival © Markus Karl (Fotonoid)

Das Kessel Festival in Stuttgart hat den zweiten Veranstaltungstag am Samstag kurzfristig abgesagt. Als Grund führt der Veranstalter die außergewöhnliche Wetterlage mit extremer Hitze sowie die Verantwortung gegenüber Besucherinnen und Besuchern, den Künstlerinnen und Künstlern sowie allen Mitarbeitenden an. Nach einem bereits extrem heißen Freitag mit rund 30.000 Gästen fiel die Entscheidung nach intensiver Abwägung aller Sicherheitsaspekte.

Am Freitag feierten rund 30.000 Besucherinnen und Besucher auf dem Wasengelände. Trotz Temperaturen von über 40 Grad konnte der erste Festivaltag dank eines eigens entwickelten und kurzfristig erweiterten Hitzeschutzkonzepts erfolgreich durchgeführt werden. Einsatzkräfte, Feuerwehr, Polizei, Sanitätsdienst sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass der Festivalbetrieb unter den außergewöhnlichen Bedingungen sicher abgeschlossen werden konnte.

Historische Hitzewelle führt zur Absage

In einem ausführlichen Statement erklären die Veranstalter, dass der erste Veranstaltungstag bereits alle Bereiche des Festivals an ihre Belastungsgrenzen gebracht habe – nicht nur die Besucherinnen und Besucher, sondern auch Infrastruktur, Technik und organisatorische Abläufe. Für den Samstag seien nochmals höhere Temperaturen vorhergesagt worden. Nach Angaben der Veranstalter habe es sich um eine historische Wetterlage mit außergewöhnlicher Hitze, hoher UV-Belastung und einer stundenlangen Extrembelastung während der Hauptbesuchszeiten gehandelt.

Die Organisatoren betonen, dass die Sicherheit aller Beteiligten oberste Priorität habe. Verantwortung bedeute in diesem Fall auch, eine Veranstaltung nicht um jeden Preis durchzuführen.

SDP und Juli hätten am Samstag auf der Bühne gestanden

Der Freitag endete mit dem Auftritt von Nina Chuba, die ab 20:30 Uhr den musikalischen Schlusspunkt des ersten Festivaltages setzte. Am Samstag hätten zunächst Juli auf der Hauptbühne gespielt, ehe SDP als Headliner das Festival beendet hätte. Mit der Absage entfielen sämtliche Programmpunkte des zweiten Veranstaltungstages.

Das Wasengelände bleibt eine Herausforderung

Die Absage zeigt zugleich die besonderen Herausforderungen des Cannstatter Wasens als Veranstaltungsort. Bei extremen Wetterlagen – sei es anhaltender Starkregen oder außergewöhnliche Hitze – stellt ein weitläufiges Open-Air-Gelände selbst mit umfangreichen Schutzmaßnahmen die Veranstalter vor besondere Herausforderungen. Zwar hatte das Kessel Festival sein Hitzeschutzkonzept kurzfristig nochmals erweitert, die Prognosen für Samstag ließen nach Einschätzung der Verantwortlichen jedoch keinen sicheren Festivalbetrieb mehr zu.

Mit der Absage des zweiten Veranstaltungstages setzt das Kessel Festival ein deutliches Zeichen: Die Sicherheit von Gästen, Künstlerinnen und Künstlern sowie allen Mitarbeitenden hat Vorrang vor der Durchführung des Programms. Nach Angaben der Veranstalter war dies die schwerste Entscheidung in der Geschichte des Festivals.

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

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