John Moyer, Bassist der US-amerikanischen Metal-Band Disturbed, gewährt in einem ausführlichen Interview mit Mark Strigl Einblicke in seine Karriere, die Erlebnisse auf Tour und aktuelle Projekte.
Besonders hervorzuheben ist der ausverkaufte Auftritt der Band im legendären Madison Square Garden in New York. Für Moyer ist die Bühne in der berühmten Arena ein besonderes Erlebnis: „MSG ist einfach ikonisch. Es war unser zweiter Auftritt dort, und wir bringen immer unser Bestes, wenn wir in New York spielen.“ Begleitet von seiner Frau genoss Moyer die Zeit in der Stadt, bevor es auf die Bühne ging, inklusive eines kleinen Abenteuers mit einem Autounfall, der für eine humorvolle Erinnerung sorgt.
Über die bevorstehende Pause der Band äußerte sich Moyer gelassen: „Jede Band macht nach einer langen Tour eine Pause. Es ist nichts Besonderes, und es sollte kein großes Drama daraus gemacht werden.“ Gleichzeitig bestätigte er, dass Disturbed weiterhin aktiv an neuer Musik arbeitet: „Es gibt keinen Mangel an Material. Wir sind seit zwei Jahren im Studio, und es liegt viel bereit, das veröffentlicht werden wird.“
Moyer blickt auch auf seine Zeit vor Disturbed zurück. Besonders erwähnenswert ist seine Arbeit bei der Band Union Underground, mit der er das Album Education and Rebellion aufnahm. Die Band hatte nur einen Longplayer, was Moyer auf den Perfektionismus und Verzögerungen im Schreibprozess zurückführt: „Wir haben die Geduld des Labels getestet und konnten die Erwartungen nicht rechtzeitig erfüllen. Das war unser eigenes Verschulden.“ Trotz des kurzen Bestehens gilt das Album unter Fans bis heute als wegweisend.

Nach Union Underground führte Moyer seine Karriere zu anderen Projekten. Dazu zählen unter anderem Art of Anarchy, wo er mit verschiedenen Sängern wie Scott Weiland und Scott Stapp arbeitete, sowie Adrenaline Mob mit Schlagzeug-Legende Mike Portnoy und Russell Allen, dem Sänger von Symphony X. Besonders die Arbeit mit Russell Allen hebt Moyer hervor: „Er versteht Musik auf einer ganz eigenen Ebene, sowohl als Sänger als auch als Musiker. Die Zusammenarbeit im Studio war großartig.“
Ein zentrales Thema für Moyer ist die Zusammenarbeit und Chemie innerhalb einer Band: „Man merkt sofort, ob jemand passt, noch bevor er einen Ton gespielt hat. Die Ausstrahlung, das Selbstbewusstsein und die Chemie sind entscheidend.“ Diese Erfahrung prägte auch seine Rolle als Bindeglied in Bands wie Adrenaline Mob, in denen er mit seiner Basslinie als stabilisierendes Element agierte.
Aktuell arbeitet Moyer an einem besonders wichtigen Projekt mit Jeff Tape. Über diese Zusammenarbeit äußert er sich stolz: „Das ist eines meiner Herzensprojekte. Ich bin stark in den Songwriting-Prozess eingebunden, und ich glaube, dass es sehr erfolgreich wird.“ Moyer betont, dass er, sobald eine Band pausiert oder Projekte abgeschlossen sind, nicht untätig bleibt, sondern sich voll und ganz neuen musikalischen Herausforderungen widmet.
John Moyer zeigt damit nicht nur seine Vielseitigkeit als Musiker, sondern auch seine Leidenschaft für kreatives Schaffen und Zusammenarbeit. Von großen Arena-Auftritten über prägende Band-Erfahrungen bis hin zu aktuellen Projekten bleibt er ein zentraler Akteur der Metal-Szene und ein Garant für energiegeladenen, musikalischen Output.
Quelle: YouTube Mark Strigl
Marc Blessing
Marc ist, Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf für das LKA Longhorn und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, Profi-Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament von Paranoyd.

