Jennifer Rostock melden sich nach acht Jahren zurück

Jennifer Rostock

Acht Jahre lang war es ruhig um Jennifer Rostock – zumindest als Band. Jetzt sind sie zurück und zeigen eindrucksvoll, wie ein gelungenes Comeback klingt. Den Auftakt machte Ende Juni die Single „Wir schon wieder“, die nach mehreren rätselhaften Social-Media-Clips überraschend um Mitternacht veröffentlicht wurde. Kurz darauf folgten weitere Videobotschaften und schließlich das offizielle Musikvideo. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Neben langjährigen Fans gewann die Band auch zahlreiche neue Follower auf ihren Social-Media-Kanälen.

Musikalisch knüpfen Jennifer Rostock genau dort an, wo sie 2018 aufgehört haben. Punk, Rock und Elektro verschmelzen erneut mit dezenten NDW-Einflüssen und treffen auf Jennifer Weists unverkennbare Stimme. Nostalgisch wirkt das dennoch keineswegs – vielmehr klingt „Wir schon wieder“ wie ein selbstbewusstes Statement: Jennifer Rostock sind zurück und haben nichts von ihrer Energie eingebüßt.

Mit zwei neuen Singles zurück auf der Bildfläche

Mit „Bist du noch da?“ legte die Band nur drei Wochen später direkt nach. Während die erste Single kompromisslos nach vorne geht, schlägt der zweite Song ruhigere und nachdenklichere Töne an. Inhaltlich dreht sich alles um Nähe, Entfremdung und die Frage, welchen Stellenwert zwischenmenschliche Beziehungen in einer immer schnelllebigeren Welt noch haben.

Auch personell gibt es Veränderungen: Bassistin Josi Hille und Gitarrist Elmar Weyland übernehmen die Plätze von Alex Voigt und Christoph Deckert. Klanglich fügt sich die neue Besetzung nahtlos ins Gesamtbild ein. Von einer achtjährigen Pause ist jedenfalls nichts zu hören – Jennifer Rostock wirken so eingespielt und kraftvoll, als hätten sie die Bühne nie verlassen.

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

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