HOLLYWOOD UNDEAD greifen im Jahr 2026 wieder voll an und unterstreichen mit ihrer neuesten Veröffentlichung, dass sie auch nach fast zwei Jahrzehnten im Rampenlicht nichts von ihrer Intensität eingebüßt haben. Die neue Single „1×1“, die über Sumerian Records erscheint, nutzt ein musikalisches Fundament, das bei Metal-Fans weltweit für Aufsehen sorgt: Ein markantes Sample des legendären Riffs aus Slayers „Raining Blood“. Es ist ein mutiger Schritt, eines der meistverehrten Riffs der Musikgeschichte in einen neuen Kontext zu setzen, doch die Formation aus Los Angeles bettet diese vertrauten Klänge geschickt in ein modernes Gewand ein.
Nach einem überaus erfolgreichen Jahr 2025, in dem die Band an der Seite von Falling In Reverse große Hallen füllte und auf den bedeutendsten Festivals wie dem Sonic Temple präsent war, markiert „1×1“ nun den nächsten logischen Schritt ihrer Entwicklung. Während die vorangegangene Single „SAVIOR“ im Juni 2025 eher emotionale Abgründe erforschte und eine verletzliche Seite der Musiker zeigte, ist der neue Track pure Konfrontation. Produziert von Matt Good, der bereits für seine Zusammenarbeit mit Skrillex bekannt ist, kombiniert der Song Nu-Metal-Elemente mit messerscharfen Rap-Versen, die in einem gewaltigen Refrain gipfeln.
HOLLYWOOD UNDEAD setzen auf Resilienz und moderne Beats
Hinter der harten Fassade von „1×1“ verbirgt sich eine klare Botschaft, die den Kern der Band trifft. Die Mitglieder beschreiben den Song als eine Hymne auf die Widerstandsfähigkeit. Es geht darum, sich von Zweiflern nicht beirren zu lassen und nach jedem Rückschlag wieder aufzustehen. Diese Mentalität zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Karriere von Hollywood Undead. Seit ihrem Platin-Debüt „Swan Songs“ im Jahr 2008 haben sie sich eine loyale, globale Anhängerschaft aufgebaut, die mittlerweile für über 3,2 Milliarden Streams gesorgt hat. Paranoyd sieht in diesem Track die konsequente Fortführung ihres Weges.
Der Song ist die dritte Veröffentlichung unter dem Banner von Sumerian Records und zeigt die Gruppe in einer Phase künstlerischer Sicherheit. Man spürt deutlich, dass sie sich das Recht erarbeitet haben, mit solchen massiven Referenzen wie Slayer zu arbeiten. Mit 4,1 Millionen monatlichen Hörern auf Spotify bleiben sie eine der prägenden Kräfte im modernen Rock-Sektor. Während „1×1“ die Lautsprecher an ihre Grenzen bringt, bereitet sich die Crew bereits auf eine intensive Festival-Saison vor, die sie über zwei Kontinente führen wird.
Die Produktion von Matt Good verleiht dem Track eine Tiefe, die über herkömmliche Crossover-Experimente hinausgeht. Die Verknüpfung von Heavy Metal und urbanen Beats wirkt hier nicht aufgesetzt, sondern organisch gewachsen. Besonders die Entscheidung, das Slayer-Sample leicht zu verlangsamen, gibt dem Song eine bedrohliche Schwere, die perfekt zum Text passt. „1×1“ ist kein bloßes Zitat der Vergangenheit, sondern eine Ansage für die Zukunft der Band, die sich weigert, in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden. Das Magazin Paranoyd wird die kommenden Entwicklungen rund um das neunte Studioalbum genauestens begleiten.
Festival-Sommer und die Reise zum neunten Studioalbum
Der Zeitpunkt für diesen Release könnte kaum besser gewählt sein. Hollywood Undead stehen kurz davor, die Bühnen in Nordamerika und Europa zu erobern. Den Auftakt bildet das Welcome to Rockville im Mai, gefolgt von einer ausgiebigen Tournee durch die europäischen Sommerfestivals. Es ist die ideale Plattform, um das neue Material vor einem riesigen Publikum zu präsentieren, während die Arbeiten am neuen Langspieler im Hintergrund bereits weit fortgeschritten sind. Die Band hat den Schwung der „God Is A Weapon“-Tour sichtlich mitgenommen und transformiert diese Erfahrung nun in neue Musik.
Die Entwicklung von „SAVIOR“ hin zu „1×1“ verdeutlicht die Bandbreite, die Hollywood Undead im Jahr 2026 abdecken. War der Vorgänger noch eine Art Beichte, so wirkt die neue Single wie ein Urteil. Der Refrain „One by one they fall, let the reaper take them all“ fungiert dabei fast wie ein Mantra für die Bandgeschichte. Sie haben Trends kommen und gehen sehen, während sie selbst als feste Größe bestehen blieben. Für Fans des Genres bleibt abzuwarten, wie das Slayer-Sample in den Live-Sets integriert wird, doch eines steht fest: Die Intensität der kommenden Shows wird durch diesen Neuzugang massiv gesteigert.
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf des LKA Longhorns und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament vom Paranoyd-Magazin.





