GUNS N‘ ROSES: Slash über das Geheimnis ihrer Live-Shows

Gunsn Roses Pressebild

In der Welt des Hard Rock gibt es kaum eine Formation, die so sehr für Ekstase und unvorhersehbare Momente steht wie GUNS N‘ ROSES. Während andere Giganten der Szene jede Sekunde ihrer Show minutengenau durchplanen, setzen Slash und seine Mitstreiter weiterhin auf das Prinzip des kontrollierten Chaos. Wie der legendäre Zylinder-Träger nun verriet, ist das, was auf den größten Bühnen der Welt passiert, alles andere als eine einstudierte Choreografie.

GUNS N‘ ROSES und die Kunst der Improvisation

Schon in den wilden Achtzigern eilte der Band ein Ruf voraus, der sie zur gefährlichsten und gleichzeitig besten Live-Band des Planeten machte. Doch wer glaubte, hinter den gewaltigen Shows stecke ein strenges Konzept, der irrte gewaltig. In einem aktuellen Gespräch mit dem Radiosender Rock 95.5 stellte Slash klar, dass die Gruppe bis heute ihrem instinktiven Ansatz treu geblieben ist. „Guns waren nie eine Band, die man mit großen, durchchoreografierten Liveshows in Verbindung bringen könnte“, so der Gitarrist. Stattdessen setze man auf eine organische Entwicklung des Abends: „Wir bauen unser Equipment auf und legen einfach los.“

Diese Herangehensweise führt dazu, dass kein Konzert dem anderen gleicht. Die Setlists sind keinesfalls in Stein gemeißelt, sondern werden Abend für Abend variiert. Seit der spektakulären Rückkehr von Duff McKagan und Slash im Jahr 2016 hat die Band nahtlos dort angeknüpft, wo sie in den Neunzigern aufgehört hatte. Das Ergebnis sind oft Marathon-Auftritte von über drei Stunden. Slash erklärt dies simpel damit, dass die Band über einen gewaltigen Fundus an Material verfügt und schlichtweg eine gute Zeit auf der Bühne hat. Es ist dieser Mangel an künstlicher Inszenierung, der die Auftritte so authentisch wirken lässt.

SLASH plant neue Akzente für die kommende Tournee

Trotz der allgemeinen Spontaneität gibt es Elemente, über die sich der Gitarrenhexer im Vorfeld Gedanken macht – insbesondere seine Soli. Doch wer denkt, Slash genieße das Bad in der Menge während einer minutenlangen Selbstdarstellung, sieht sich getäuscht. Überraschend offen gab er zu, dass er reine Soli ohne Bandbegleitung eigentlich gar nicht mag. „Ich habe das nur aus Notwendigkeit gemacht, weil die anderen mal eine Pause brauchten oder so, und ich schäme mich dafür“, gestand er im Interview. Er ziehe es vor, mit der Band zu jammen, da man dabei „coole Wendungen“ einbauen und die Musik viel tiefer fühlen könne.

Für die nächste Tournee hat Slash bereits konkrete Pläne geschmiedet. Er verriet, dass er bereits eine neue Idee für einen instrumentalen Part geschrieben hat, die er auf der kommenden Konzertreise umsetzen möchte. Dabei geht es ihm weniger um technische Prahlerei als vielmehr um das gemeinsame musikalische Erlebnis mit der Rhythmusgruppe. Auch die Arbeit an „neuem“ Material wie den Songs „Perhaps“ oder „The General“, die ihren Ursprung in der „Chinese Democracy“-Ära haben, bereitet der Band sichtlich Freude. Es bleibt also spannend, wie die Band diese frischen Impulse in ihr ohnehin schon explosives Live-Programm integrieren wird.

Quelle: Rock 95.5

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf des LKA Longhorns und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament vom Paranoyd-Magazin.

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