Die britische Punkband Grade 2 schlägt ein neues Kapitel auf: Am 3. April erscheint mit Talk About It das vierte Studioalbum des Trios über Hellcat Records. Schon jetzt geben Sid Ryan, Jack Chatfield und Jacob Hull mit der ersten Single „Standing In The Downpour“ einen intensiven Vorgeschmack auf das kommende Werk.
Musikalisch und inhaltlich setzt sich Talk About It mit dem Erwachsenwerden auseinander – ehrlich, direkt und ohne Umwege. Die Songs kreisen um Freundschaft, Verlust, Beziehungen und die emotionalen Spannungen, die entstehen, wenn persönliche Entwicklung und Bandalltag aufeinanderprallen. Nach mehr als einem Jahrzehnt gemeinsamer Geschichte bündeln Grade 2 ihre Erfahrungen zu einem Album, das gleichermaßen nach Aufbruch wie nach Reflexion klingt.
Die neue Single „Standing In The Downpour“ präsentiert sich als trotziges Statement: selbst dann standhaft zu bleiben, wenn alles ins Wanken gerät. Der Song ist bewusst erzählerisch aufgebaut und blickt zurück auf Jugendjahre an der britischen Küste, exzessive Nächte und Entscheidungen, deren Tragweite sich erst später zeigt. Trotz aller Melancholie bleibt der Song von einer kämpferischen Grundstimmung getragen.
Auch abseits des Studios war der Weg der Band nicht frei von Brüchen. Zwischen frühen Erfolgen, pandemiebedingten Stillständen und dem Neustart mit dem selbstbetitelten Album von 2023 wuchs der Druck – sowohl musikalisch als auch persönlich. Große Festivalauftritte und Shows mit Szenegrößen standen dabei im Kontrast zu privaten Herausforderungen, die nun offen in die neuen Songs eingeflossen sind.
Der Titeltrack Talk About It bringt die Haltung des Albums auf den Punkt. Ursprünglich unter dem Arbeitstitel Communication entstanden, thematisiert der Song das Schweigen über Gefühle – insbesondere innerhalb traditioneller Rollenbilder. In der finalen Fassung steht er sinnbildlich für den Mut, Dinge auszusprechen und sich Verletzlichkeit zu erlauben.
Ab März sind Grade 2 zudem wieder auf Tour und bringen das neue Material auf die Bühne. Talk About It wirkt dabei wie ein ehrliches Tagebuch einer Band im Umbruch – roh, reflektiert und mit dem klaren Willen, weiterzugehen.

Marc Blessing
Marc ist, Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf für das LKA Longhorn und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, Profi-Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament von Paranoyd.

