GORE. geben der Versuchung nach – „Crucified“ führt zur neuen EP!

GORE. geben der Versuchung nach – „Crucified“ führt zur neuen EP!

Nach einem gemeinsamen Tour-Sommer mit Kittie haben GORE. bereits die nächsten Neuigkeiten im Gepäck. Die Metal-Band aus Texas veröffentlicht am 9. Oktober über Spinefarm ihre neue EP „…Then You Cannot Love Me“. Mit „Crucified“ gibt es jetzt die zweite Single daraus samt Musikvideo.

Im Mittelpunkt des Songs steht eine Person, deren Anziehungskraft so groß ist, dass man sich ihr trotz aller Warnzeichen nicht entziehen kann. Verlangen, Abhängigkeit und die Gewissheit, dass daraus Chaos entstehen wird, treffen dabei aufeinander.

Sängerin Haley Roughton erklärt:

„Der Song handelt von einer Person, die so verführerisch ist, dass sie dich geradewegs in Versuchung führt. Sie hat dich um den Finger gewickelt und weiß das auch. Du vergötterst sie. Du versuchst, mit aller Kraft zu widerstehen, aber ihre Gegenwart hat etwas zugleich Schmerzhaftes und Angenehmes. Also gibst du ihr schließlich nach – und auch all dem Chaos, von dem du weißt, dass sie es mit sich bringen wird.“

Zwei EPs, die nur gemeinsam vollständig sind

„…Then You Cannot Love Me“ folgt auf die Ende 2025 veröffentlichte EP „If You Do Not Fear Me…“. Beide Veröffentlichungen waren von Anfang an als zwei zusammengehörende Hälften gedacht. Schon die drei Punkte am Ende des Titels der ersten EP deuteten darauf hin, dass die Geschichte noch nicht abgeschlossen war.

„Wir wollten die beiden EPs schon immer auf diese Weise veröffentlichen“, erklärt Roughton. „Für die erste EP wollten wir einen bedrohlicheren, zynischeren Sound. Mit der Zeit wollten wir unseren Sound dann stärker in die Richtung entwickeln, wie wir als Band gemeinsam wirklich klingen möchten. Ich hoffe, dass die Fans – besonders diejenigen, die seit dem ersten Tag dabei sind – diese Entwicklung erkennen und sehen können, wie die beiden EPs miteinander verbunden sind.“

Auch thematisch stehen sich die beiden Veröffentlichungen gegenüber. Während „If You Do Not Fear Me…“ stärker in dunklen Gedanken versinkt, geht „…Then You Cannot Love Me“ bedachter und akzeptierender mit diesen Gefühlen um.

Viele Songs beschäftigen sich mit inneren Konflikten und Gefühlen, die sich kaum miteinander vereinbaren lassen. Es geht um Emotionen, die nicht unbedingt zu einer Handlung führen, sondern im Inneren bleiben und dort immer unangenehmer werden. Für Roughton spielt dieses Thema insbesondere bei Frauen eine Rolle, die in Beziehungen mit gewalttätigen Männern gefangen sind.

Auch die miteinander verbundenen Titel der beiden EPs greifen schwierige Beziehungen auf, in denen Angst, Liebe und Machtverhältnisse kaum noch voneinander zu trennen sind.

Roughton sagt dazu:

„In wirklich ungesunden Beziehungen gibt es immer irgendeine Form von Machtdynamik. Frauen wird schon in jungen Jahren beigebracht, dass ein Mann dich nicht liebt, wenn er keine Angst davor hat, dich zu verlieren. Männern wird beigebracht, gleichgültig zu sein und sich nicht zu sehr zu kümmern. Und so wachsen wir mit all diesen Wunden auf, die irgendwann einfach zum Vorschein kommen.“

GORE. wollen sich in keine Schublade stecken lassen

Die Arbeit an den beiden zusammengehörenden EPs begann nach dem Erfolg des Debüts „A Bud That Never Blooms“. Aufmerksamkeit bekam die Gruppe zunächst durch ihre auf YouTube veröffentlichten Songs. Später folgten unter anderem Unterstützung und Anerkennung von Motionless In White, Papa Roach und Flyleaf.

Statt sämtliche neuen Songs auf einmal zu veröffentlichen, wollten GORE. ihren Fans nach und nach Hinweise auf ein größeres Gesamtbild geben. Daraus entstand die Entscheidung, das Material auf zwei EPs aufzuteilen.

Nach „A Bud That Never Blooms“ soll sich die musikalische Entwicklung der Gruppe nun weiter öffnen. Das Ziel ist, sich so breit aufzustellen, dass eine eindeutige Einordnung immer schwieriger wird. GORE. wollen nicht als Kopie einer bereits erfolgreichen Gruppe wahrgenommen werden, sondern für ihre eigene Identität stehen.

Auch medial haben GORE. bereits Aufmerksamkeit bekommen, unter anderem von Revolver, NME, Behind the Screams, New Noise und The Pretty Cult.

Live geht es ebenfalls weiter: Noch in diesem Monat starten die UK-Shows gemeinsam mit I Prevail. Zuvor waren GORE. im Sommer mit Kittie unterwegs.

Am 9. Oktober folgt schließlich „…Then You Cannot Love Me“. Zusammen mit „If You Do Not Fear Me…“ soll die EP das Gesamtbild vervollständigen, das GORE. von Beginn an für beide Veröffentlichungen geplant hatten.

Tine

Tine Blessing

Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

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