Exodus: Rob Dukes spricht offen über Rauswurf und Rückkehr

Exodus: Rob Dukes spricht offen über Rauswurf und Rückkehr

Der Weg zurück ins Rampenlicht verläuft nicht immer geradlinig. Das zeigt auch die Geschichte von Exodus und Frontmann Rob Dukes, der 2014 überraschend aus der Band ausschied und Jahre später wieder ans Mikrofon zurückkehrte. In einem Interview bei The Classic Metal Show blickt Dukes heute erstaunlich gelassen auf diese Phase zurück und beschreibt sie sogar als wichtigen Wendepunkt in seinem Leben.

Vom Rauswurf zur neuen Perspektive

Nachdem Dukes damals durch Steve ‚Zetro‘ Souza ersetzt wurde, war die Situation zunächst alles andere als einfach. Dennoch entschied sich der Sänger bewusst gegen anhaltenden Groll. Stattdessen konzentrierte er sich darauf, seinen eigenen Weg zu gehen und Abstand zur Band zu gewinnen.

Rund ein Jahr nach der Trennung kam es schließlich wieder zu ersten Gesprächen mit den verbliebenen Mitgliedern. Aus anfänglichem Kontakt entwickelte sich nach und nach wieder ein vertrautes Verhältnis. Dukes beschreibt diese Phase als ungezwungen und natürlich, ohne Druck oder Erwartungen. Währenddessen lebte er sein Leben abseits der Bühne weiter und widmete sich neuen Aufgaben.

Rückkehr zu Exodus: „Wie unter Brüdern“

Als schließlich der Anruf kam, ob er sich eine Rückkehr vorstellen könne, war die Entscheidung nicht sofort gefallen. Dukes nahm sich Zeit, sprach mit Familie und Vertrauten und sagte schließlich zu. Die erneute Zusammenarbeit fühlte sich für ihn überraschend vertraut an.

Er vergleicht die Situation mit alten Freundschaften, bei denen selbst lange Funkstille nichts an der Verbindung ändert. Die gemeinsame Vergangenheit und die intensiven Jahre innerhalb der Band sorgten dafür, dass sich alles schnell wieder eingespielt hat. Die Chemie stimmte sofort wieder – fast so, als wäre er nie weg gewesen.

Rob Dukes Ein neues Leben abseits der Bühne

Während seiner Zeit außerhalb von Exodus schlug Dukes einen ganz anderen Weg ein. Er arbeitete als Schweißer und Metallbauer und entwickelte eine große Leidenschaft für den Bau von Autos und Hotrods. Diese Phase beschreibt er heute als extrem prägend.

Er investierte viel Zeit und Geld in Werkzeuge und Fähigkeiten, bildete sich weiter und entwickelte sich handwerklich enorm. Selbst neben anderen Verpflichtungen verbrachte er jede freie Minute mit seiner neuen Leidenschaft. Für ihn war diese Zeit mehr als nur ein Job – sie gab seinem Leben eine zusätzliche Richtung.

„Ein versteckter Segen“

Rückblickend bewertet Dukes seinen Rauswurf sogar positiv. Die unfreiwillige Pause von der Musik eröffnete ihm Möglichkeiten, die er sonst vielleicht nie in dieser Intensität verfolgt hätte. Der Einstieg in das Handwerk brachte ihm nicht nur neue Fähigkeiten, sondern auch persönliche Zufriedenheit.

Heute sieht er das Beste aus beiden Welten vereint: die Rückkehr auf die Bühne mit Exodus und gleichzeitig die Möglichkeit, seine handwerklichen Projekte weiterzuführen. Für Dukes ist genau diese Kombination ein echter Gewinn.

Zwischen Bühne und Werkstatt

Auch der Wechsel zwischen Musik und Handwerk fällt ihm nach eigener Aussage leicht. Beide Bereiche erfüllen ihn auf unterschiedliche Weise. Während die Bühne Energie, Adrenalin und Verbindung zu den Fans liefert, bietet die Arbeit mit Metall und Maschinen einen Ausgleich und kreative Kontrolle.

Diese Balance macht für ihn heute einen großen Teil seiner Lebensqualität aus. Die Rückkehr zu Exodus ist deshalb nicht nur ein musikalisches Comeback, sondern auch das Ergebnis einer persönlichen Entwicklung.

Quelle: The Classic Metal Show

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf des LKA Longhorns und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament vom Paranoyd-Magazin.

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