Die New Yorker Punk-Agitatoren von DRUG CHURCH sind zurück und unterstreichen einmal mehr, dass sie im aktuellen Musikzirkus eine Ausnahmestellung einnehmen. Nach dem gewaltigen Erfolg ihres 2024er-Albums „PRUDE“, das von der Kritik weltweit gefeiert wurde, veröffentlicht die Band heute ihre brandneue Single „Pynch“ über Pure Noise Records. Der Song markiert das erste neue Lebenszeichen seit ihrem letzten Meilenstein und liefert genau das, was Fans an der Truppe aus Albany so lieben: eine explosive Mischung aus hymnischem Hardcore und Alternative Rock der 90er Jahre.
„Pynch“ fühlt sich dabei fast wie eine Weiterentwicklung der musikalischen Muskelspiele von PRUDE an. Frontmann Patrick Kindlon wandelt gewohnt sicher auf dem schmalen Grat zwischen absoluter Respektlosigkeit und tiefschürfender Weisheit. Über den neuen Track sagt er selbst: „Es ist so nah an einem Liebeslied, wie wir es jemals schaffen werden. Es geht darum, jemanden zu treffen, der es einfach nicht zulässt, dass man für immer ein Verlierer bleibt.“ Diese ehrliche, fast schon rührende Komponente verleiht der gewohnt kraftvollen Instrumentierung eine besondere Tiefe, ohne dabei an Biss zu verlieren.
Drug Church zwischen Aggression und Melodie
Seit über einem Jahrzehnt bauen Drug Church nun schon an ihrem Ruf als eine der stärksten Live-Bands im Gitarren-Sektor. Mit ihrem fünften Album PRUDE haben sie ein Werk abgeliefert, das in nur 28 Minuten alles bündelt, was diese Band ausmacht: Herz, Dreck und unaufhaltsame Energie. Kindlon selbst sieht sich dabei weniger als Visionär, sondern schlicht als „Band-Typ“. Diese Bodenständigkeit ist es vielleicht auch, die Drug Church so langlebig macht. Während andere versuchen, das Rad mit jedem Release neu zu erfinden, verfeinern Kindlon, die Gitarristen Nick Cogan und Cory Galusha, Bassist Pat Wynne und Drummer Chris Villeneuve ihren ganz eigenen Sound einfach immer weiter.
Die Texte auf dem aktuellen Material wirken dabei fast schon erzählerisch und nachdenklich. Kindlon verarbeitet Geschichten von Menschen, die ihr Leben gegen die Wand fahren, von der Frustration über die Mob-Mentalität in sozialen Netzwerken und von der Einsamkeit in einer Gesellschaft, die oft wegsieht. Songs wie „Hey Listen“ oder „Yankee Trails“ zeigen eine Band, die nicht urteilt, sondern beobachtet. Es geht um die Fehler, die wir alle machen, und um die Menschlichkeit, die oft hinter einer harten Fassade verborgen bleibt. Wer Drug Church einmal live erlebt hat, weiß, dass diese Themen in Kombination mit Stage-Dives und Mitsing-Hymnen eine ganz besondere Katharsis auslösen.
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

