Datenschutz & Cookies
Wir verwenden auf unserer Website Cookies und ähnliche Technologien, um grundlegende Funktionen sicherzustellen, Inhalte zu optimieren, Statistiken zu erstellen sowie – sofern du zustimmst – personalisierte Inhalte und Werbung anzuzeigen. Dabei können personenbezogene Daten wie IP-Adresse, Geräteinformationen oder Nutzungsverhalten verarbeitet werden.
Du kannst der Nutzung einzelner Kategorien jederzeit widersprechen oder deine Einwilligung anpassen. Ausführliche Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung und in den Cookie-Einstellungen.
Durch die weitere Nutzung der Website erklärst du dich – soweit technisch erforderlich – mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Dropkick Murphys veröffentlichen Protestsong „Citizen I.C.E.“

dropkick murphys in der Mannheimer Maimarkthalle German Winter 2025 Tour Credit Marc Blessing, Magazin: Paranoyd Magazin

Die Dropkick Murphys haben einen ihrer bekanntesten politischen Songs neu interpretiert und in ein aktuelles Proteststatement verwandelt. Aus dem 2005 erschienenen „Citizen C.I.A.“ wurde nun „Citizen I.C.E.“ – eine scharf formulierte Abrechnung mit der US-Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) und deren Vorgehen gegen Migrantinnen, Migranten und Zivilpersonen.

Entstanden ist die Neuaufnahme Ende 2025 gemeinsam mit der Bostoner Hardcore-Band Haywire. Der Song erscheint auf dem Split-Release New England Forever und knüpft musikalisch wie inhaltlich an die kompromisslose Punk-Tradition beider Bands an.

Inhaltlich bezieht sich „Citizen I.C.E.“ auf tödliche Einsätze von Bundes-Einwanderungsbehörden in Minneapolis Anfang 2026, bei denen zwei Menschen ums Leben kamen. Die Band positioniert sich dabei eindeutig auf der Seite der Betroffenen und Opfer staatlicher Gewalt und prangern Machtmissbrauch sowie institutionelle Brutalität offen an.

Politisch steht der Song konsequent in der langjährigen Ausrichtung der Band. Dropkick Murphys zählen seit Jahren zu den lautesten Punk-Stimmen gegen den politischen Kurs von Donald Trump. Ihre Konzerte gelten nicht selten als politische Kundgebungen, ihr Selbstverständnis ist klar arbeiterklassen-nah, gewerkschaftsfreundlich und entschieden gegen Rassismus, Ausgrenzung und autoritäre Strukturen.

Auf neueren Veröffentlichungen wie For The People haben die Dropkick Murphys diese Positionen noch deutlicher formuliert – mit klaren Statements gegen Machtmissbrauch und solidarischen Botschaften an Minderheiten, soziale Bewegungen und all jene, die unter repressiver Politik leiden.

Seit ihrer Gründung 1996 gehört die Band zu den prägendsten Bands des Celtic-Punk. Mit ihrer Mischung aus schnellem Punkrock, irischer Folkmusik und politischer Klarheit sind sie international etabliert – spätestens seit dem weltweiten Erfolg von „I’m Shipping Up to Boston“. An ihrer gesellschaftskritischen Haltung und intensiven Live-Kultur haben sie dabei nie Abstriche gemacht.

Mit „Citizen I.C.E.“ liefern die US-Amerikaner nun erneut ein unmissverständliches musikalisches Statement – laut, wütend und fest verankert in ihrer politischen DNA.

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist, Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf für das LKA Longhorn und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, Profi-Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament von Paranoyd.

Ähnliche Beiträge