Dave Mustaine: Teemu Mäntysaari ist das fehlende Bindeglied für Megadeth

Teemu _ Megadeth © Marc Blessing

Dave Mustaine hat seinem Gitarristen Teemu Mäntysaari einmal mehr ein beeindruckendes Lob ausgesprochen. Im Gespräch mit Radio City auf dem Tuska Festival in Helsinki bezeichnete der Megadeth-Frontmann den Finnen als „das fehlende Bindeglied“, nach dem die Band viele Jahre gesucht habe. Gleichzeitig würdigte er den musikalischen Beitrag des Gitarristen zum aktuellen Studioalbum Megadeth.

„Das fehlende Bindeglied“ für Megadeth

Mustaine zeigte sich besonders erfreut darüber, dass Mäntysaari erstmals mit Megadeth in seiner finnischen Heimat auftrat.

„Ich freue mich riesig für Teemu“, erklärte Mustaine. „Er hat mit uns noch nie in Finnland gespielt.“ Zudem bezeichnete der Frontmann den Gitarristen als „nationalen Schatz“ und erklärte, dieser sei seiner Ansicht nach der erste Finne mit einer Nummer-eins-Platte in den USA. Besonders hob Mustaine jedoch Mäntysaaris Persönlichkeit hervor: Er sei freundlich, intelligent und verkörpere den finnischen Charakter auf beeindruckende Weise. Abschließend bezeichnete er ihn als „das fehlende Bindeglied“, nach dem Megadeth viele Jahre gesucht habe.

Vom schüchternen Neuzugang zum festen Bestandteil der Band

Rückblickend erinnerte sich Mustaine daran, dass Mäntysaari bei seinem Einstieg zunächst sehr zurückhaltend gewesen sei. Der Wechsel von Wintersun zu einer der größten Metalbands der Welt sei schließlich ein gewaltiger Schritt gewesen.

„Ich habe ihm damals gesagt: ‚Dein Leben wird sich komplett verändern – und du wirst glücklicher sein, als du es dir jemals vorstellen kannst.‘ Genau das ist passiert.“

Heute funktioniere die Chemie auf der Bühne nahezu perfekt. Laut Mustaine spiele die aktuelle Besetzung mittlerweile so eingespielt, als würde sie bereits seit vielen Jahren gemeinsam auftreten.

Teemu Mäntysaari prägt das Album Megadeth

Besonders begeistert zeigte sich Mustaine von Mäntysaaris Beitrag zum Album Megadeth.

Nach Angaben des Frontmanns enthält das Album rund 45 bis 47 aufwendig ausgearbeitete Gitarrensoli. Gerade Mäntysaaris Spiel habe ihn während der Produktion zusätzlich motiviert.

„Es ist eine Platte für Gitarristen“, erklärte Mustaine. Gleichzeitig hob er die melodische Ausrichtung des Songwritings hervor. Der Erfolg gebe der Band recht: Das Album erreichte Platz eins der Charts in insgesamt elf Ländern.

Kiko Loureiro ebnete den Weg

Mustaine vergaß bei seinem Lob auch Mäntysaaris Vorgänger Kiko Loureiro nicht. Nachdem Loureiro seine Touraktivitäten mit Megadeth beendet hatte, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen, empfahl er Teemu persönlich als Nachfolger.

Nach Ansicht des Frontmanns erwies sich diese Empfehlung als Glücksfall. Die Zusammenarbeit mit Mäntysaari erinnere ihn inzwischen an die erfolgreiche Ära mit Marty Friedman, als sich Megadeth ebenfalls wie eine eingeschworene Band angefühlt habe.

Mustaine sieht Mäntysaari als festen Bestandteil der Zukunft

Seit Mäntysaaris offiziellem Einstieg im September 2023 hat Mustaine den Gitarristen immer wieder öffentlich gelobt. In zahlreichen Interviews bezeichnete er ihn als außergewöhnliches Talent, hob seine Bescheidenheit hervor und betonte, dass kaum ein anderer Gitarrist das klassische Megadeth-Material so originalgetreu interpretiere.

Mit seinen jüngsten Aussagen unterstreicht Dave Mustaine erneut, welchen Stellenwert Teemu Mäntysaari inzwischen innerhalb von Megadeth einnimmt. Nach knapp drei Jahren in der Band scheint der Finne für den Frontmann längst weit mehr als nur ein Ersatz für Kiko Loureiro zu sein. Vielmehr ist Mustaine überzeugt, in Mäntysaari den Gitarristen gefunden zu haben, nach dem die Band nach eigener Aussage viele Jahre gesucht hatte.

Quelle: Radio City

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

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