Daughtry arbeiten offiziell an einem neuen Studioalbum. Wie Frontmann Chris Daughtry im Gespräch mit James Wilson-Taylor von Rock Sound bestätigte, befindet sich die Band derzeit mitten im Songwriting-Prozess. Gemeinsam mit Produzent und Songwriter Jordan Fish sind bereits mehrere neue Songs entstanden, die den Nachfolger des 2021 erschienenen Albums „Dearly Beloved“ bilden sollen.
Damit steht fest, dass die Band nach ihrer erfolgreichen „Shock To The System“-Phase bereits die nächsten Schritte plant. Noch gibt es weder einen Albumtitel noch einen Veröffentlichungstermin, doch die Arbeiten laufen offenbar bereits auf Hochtouren.
Jordan Fish bringt neue Impulse in den Schreibprozess
Die Zusammenarbeit mit Jordan Fish dürfte viele Rockfans aufhorchen lassen. Der ehemalige Bring Me The Horizon-Musiker hat sich in den vergangenen Jahren als einer der gefragtesten Produzenten und Songwriter der modernen Rockszene etabliert. Zuletzt arbeitete er unter anderem am aktuellen Evanescence-Album „Sanctuary“ und unterschrieb einen Publishing-Vertrag bei Warner Chappell Music.
Chris Daughtry zeigte sich im Interview begeistert von der gemeinsamen Arbeit. Besonders schätzt er Fishs Fähigkeit, den Charakter einer Band zu bewahren und gleichzeitig neue kreative Impulse einzubringen. Als Beispiel nannte er die aktuelle Zusammenarbeit mit Evanescence. Dort sei die Handschrift des Produzenten zwar erkennbar, das Ergebnis klinge aber dennoch unverkennbar nach der Band selbst.
Genau diesen Ansatz verfolgt das Team offenbar auch bei den neuen Daughtry-Songs. Ziel sei es, die bestehenden Stärken der Band weiter auszubauen und gleichzeitig frische Ideen in den Sound einfließen zu lassen. Die ersten Ergebnisse sorgen bereits für große Vorfreude.
Besonders optimistisch äußerte sich Daughtry über das bisher entstandene Material. Mit den Worten „There’s some heat“ machte der Sänger deutlich, dass er großes Potenzial in den neuen Songs sieht. Die Aussage dürfte bei vielen Fans die Erwartungen an das kommende Album zusätzlich steigen lassen.
Erfolgreiche „Shock To The System“-Phase als Grundlage
Das neue Album folgt auf eine der erfolgreichsten Phasen der jüngeren Bandgeschichte. Mit „Shock To The System (Part One)“ und „Shock To The System (Part Two)“ schlugen Daughtry einen deutlich härteren musikalischen Kurs ein und erhielten dafür viel Zuspruch von Fans und Medien.
Vor allem die Singles „Artificial“ und „Pieces“ entwickelten sich zu wichtigen Erfolgen. Mit „Artificial“ gelang der Band erstmals ein Nummer-eins-Hit im Active-Rock-Radio. Auch „Pieces“ erreichte später die Spitzenposition. Zusätzlich wurde Daughtry von Billboard als meistgespielter Künstler im Active-Rock-Format des Jahres 2024 ausgezeichnet.
Inhaltlich beschäftigten sich die Songs der „Shock To The System“-Ära mit Themen wie Verlust, Veränderung, persönlichen Herausforderungen und dem Umgang mit Rückschlägen. Gleichzeitig präsentierte sich die Band musikalisch druckvoller und direkter als auf vielen früheren Veröffentlichungen.
Begleitet wurde diese Phase von umfangreichen Tourneen mit Breaking Benjamin, Staind, Creed, Disturbed und Seether. Anfang Juni erschien zudem „Shock To The System (Deluxe)“, das beide EPs sowie zusätzliche Live-Aufnahmen in einer Veröffentlichung zusammenfasst.
Einen Veröffentlichungstermin für das neue Album gibt es bislang nicht. Die Aussagen von Chris Daughtry zeigen jedoch, dass die Arbeiten bereits weit fortgeschritten sind und das neue Material zunehmend Gestalt annimmt. Sollte die Zusammenarbeit mit Jordan Fish den eingeschlagenen Heavy-Rock-Kurs konsequent weiterführen, dürfte das kommende Album zu den meistbeachteten Daughtry-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre zählen.
Quelle: James Wilson-Taylor Rock Sound
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.



