BRYMIR schicken „Tempestbound“ ins Rennen – neues Album kommt im Oktober!

BRYMIR live auf der Bühne beim Konzert © Tine Blessing

BRYMIR legen den nächsten Vorgeschmack auf ihr fünftes Studioalbum vor. Mit „Tempestbound“ veröffentlichen die finnischen Melodic-Death-Metaller die zweite Single aus „What We Leave Behind“, das am 2. Oktober 2026 über Napalm Records erscheint.

Und der Titel macht seinem Namen alle Ehre. „Tempestbound“ geht mit schnellen Riffs nach vorne und verbindet die düstere Ausrichtung des Albums mit nordischer Mythologie. Dahinter steckt allerdings eine Botschaft, die ziemlich klar auf unsere Gegenwart zielt: Krieg bedeutet Stillstand und während die Menschheit technologisch immer weiter voranschreitet, nutzt sie ihre Möglichkeiten gleichzeitig dazu, sich selbst zu zerstören.

BRYMIR fragen: Warum greifen wir nicht nach den Sternen?

Mythologie dient in „Tempestbound“ als Rahmen für ein Thema, das weit darüber hinausgeht. Unabhängig davon, woran Menschen glauben, stellen BRYMIR die Vorstellung infrage, für Götter, Ideologien oder Überzeugungen in den Krieg zu ziehen. Für die Finnen wird Krieg damit zum Gegenteil von Fortschritt.

BRYMIR über „Tempestbound“:

„Geschwindigkeit und Wahnsinn! Die Menschheit könnte zu den Sternen fliegen, aber wir kämpfen hier um die gleichen dummen Dinge. Unser Fortschritt ist immens, wir haben technologische Wunderwerke entwickelt, aber nutzen sie dann größtenteils, um einander und uns selbst zu zerstören – nur eben schneller und endgültiger. Anstatt nach den Sternen zu greifen, bleiben wir dem Untergang geweiht.“

Dieser Gedanke zieht sich auch durch „What We Leave Behind“. Sänger Viktor Storm Gullichsen, Gitarrist Joona Björkroth, Bassist Jarkko Niemi und Schlagzeuger Patrik Fält beschäftigen sich mit persönlichen Hoffnungen und Ängsten, gesellschaftlichen Entwicklungen, Science Fiction und existenziellen Fragen. Gullichsens Arbeit als Film Sounddesigner prägt dabei erneut die cineastische Ausrichtung des Albums.

BRYMIR über „What We Leave Behind“:

„Die Welt ist seit unserem letzten Album sicherlich nicht leichter geworden – und da Kunst das Leben spiegelt, ist unser fünftes Album What We Leave Behind das düsterste, was wir bisher geschaffen haben. Sowohl musikalisch als auch thematisch … ‚What We Leave Behind‘ ist die Kernfrage, die wir aus verschiedenen Perspektiven ergründen: von persönlichen Hoffnungen, Träumen und Ängsten über gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu dunkler Science-Fiction und existenzieller Verzweiflung. Begleitet uns auf eine finster-emotionale Reise, mal brutal, mal schön, aber immer ehrlich die Seele von BRYMIR enthüllt – kompromisslos, roh und echt.“

Von Odin und Bach bis zu Scooter

Auch musikalisch zieht sich das Konzept durch das gesamte Album. Das instrumentale Intro „Slaying Star“ geht unmittelbar in „Sleipnir“ über. Benannt nach Odins achtbeinigem Pferd, nimmt der Song dessen Geschwindigkeit und Zorn auf, während Keyboards und Chöre den Melodic Death Metal von BRYMIR begleiten.

Nach „Tempestbound“ führt der Titeltrack die pazifistische Botschaft weiter. „True Darkness“ widmet sich anschließend den fünf Phasen der Trauer und verändert sich mit ihnen, bevor hoffnungsvoller Klargesang und ein gesprochenes Outro den Song abschließen. Auf das Instrumental „Moment Of Silence“ folgt „Buried Legion“, während „Thy Self The Highest Love“ von Johann Sebastian Bach inspiriert wurde und als liturgischer Vorspann für „The Roaring King“ dient.

Mit „Broken Dawn“ endet die eigentliche Reise schließlich im Walzertakt und mit einer erneut stark cineastischen Ausrichtung. Ganz Schluss ist danach allerdings noch nicht.

Denn BRYMIR haben sich für das Finale einen ziemlich unerwarteten Kandidaten vorgenommen: Scooters Eurodance-Klassiker „How Much Is The Fish“ bekommt eine Melodic-Death-Metal-Behandlung. Gleichzeitig knüpft das Cover mit einem Augenzwinkern an „Herald of Aegir“ vom Vorgängeralbum „Voices In The Sky“ aus dem Jahr 2022 und an das Thema Meeresverschmutzung an.

„What We Leave Behind“ erscheint am 2. Oktober 2026 über Napalm Records.

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Slaying Star
Sleipnir
Tempestbound
What We Leave Behind
True Darkness
Moment Of Silence
Buried Legion
Thy Self The Highest Love
The Roaring King
Broken Dawn
How Much Is The Fish
Tine

Tine Blessing

Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

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