Damit dürfte wohl nicht jeder gerechnet haben: Kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums „What We Leave Behind“ haben BRYMIR einen echten Eurodance-Klassiker ausgepackt. Die finnischen Melodic-Deather haben sich Scooters „How Much Is The Fish“ vorgenommen und dem Song ihre ganz eigene musikalische Handschrift verpasst.
Ganz zufällig kommt die Wahl allerdings nicht. BRYMIR verbinden das Cover augenzwinkernd mit ihrer Haltung gegen die Verschmutzung der Meere, die bereits beim Song „Herald of Aegir“ vom Vorgängeralbum „Voices In The Sky“ aus dem Jahr 2022 eine Rolle spielte. Bei den Live-Auftritten des Songs landeten regelmäßig Plüsch-Lachse im Publikum und auch der bandeigene „Fish Pit“ entwickelte sich über den Festivalsommer hinweg zum festen Bestandteil der Shows.
Jetzt bekommt der Fisch also seinen eigenen Scooter-Moment.
Von Eurodance zu Melodic Death Metal
Dass ausgerechnet „How Much Is The Fish“ auf dem neuen Album landet, hat noch einen weiteren Grund. Während „What We Leave Behind“ musikalisch und thematisch die bislang düsterste Seite von BRYMIR zeigen soll, wollten die Finnen zum Abschluss bewusst etwas völlig anderes machen.
BRYMIR erklären:
„Da das Album als Ganzes definitiv das düsterste ist, was wir musikalisch und thematisch je gemacht haben, wollten wir es aus Trotz mit einem fröhlich-albernen Bonus-Song abschließen … Und als Kinder des ach so hoffnungsvollen Goldenen Zeitalters des Eurobeat haben wir mit diesem Klassiker den perfekten Song gefunden. Wenn das Leben dir Zitronen gibt, arbeite mit dem Saft und stell dir die relevanten Fragen – zum Beispiel, wie viel der Fisch kostet. Wer die Antwort findet, kontaktiert uns bitte sofort.“
Der Scooter-Klassiker bildet damit einen ziemlich ungewöhnlichen Gegenpol zum Rest der Platte. Denn Sänger Viktor Storm Gullichsen, Gitarrist Joona Björkroth, Bassist Jarkko Niemi und Schlagzeuger Patrik Fält beschäftigen sich auf ihrem fünften Album mit deutlich ernsteren Themen.
„What We Leave Behind“ erscheint diesen Freitag
„What We Leave Behind“ erscheint bereits am Freitag, den 2. Oktober 2026, über Napalm Records. Gesellschaftliche Entwicklungen, persönliche Ängste, Hoffnungen und existenzielle Fragen ziehen sich durch das Album. Gleichzeitig spielt erneut der berufliche Hintergrund von Frontmann Viktor Storm Gullichsen als Film-Sounddesigner eine Rolle bei der cineastischen Ausrichtung der Songs.
BRYMIR sagen über das Album:
„Die Welt ist seit unserem letzten Album sicherlich nicht leichter geworden – und da Kunst das Leben spiegelt, ist unser fünftes Album What We Leave Behind das düsterste, was wir bisher geschaffen haben. Sowohl musikalisch als auch thematisch … ‚What We Leave Behind‘ ist die Kernfrage, die wir aus verschiedenen Perspektiven ergründen: von persönlichen Hoffnungen, Träumen und Ängsten über gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu dunkler Science-Fiction und existentieller Verzweiflung. Begleitet uns auf eine finster-emotionale Reise, mal brutal, mal schön, aber immer ehrlich die Seele von BRYMIR enthüllt – kompromisslos, roh und echt.“
Musikalisch reicht die Platte vom atmosphärischen Intro „Slaying Star“ über das schnelle „Sleipnir“ und den Titeltrack bis zu Stücken wie „True Darkness“, „Buried Legion“ und „The Roaring King“. Mit dem ausladenden „Broken Dawn“ endet der eigentliche Albumteil, bevor „How Much Is The Fish“ als Bonus für einen ziemlich deutlichen Stimmungswechsel sorgt.
Aktuell feiern BRYMIR die Veröffentlichung mit Shows in ihrer finnischen Heimat. Im Februar und März 2027 geht es anschließend auf Europatour.
- Slaying Star
- Sleipnir
- Tempestbound
- What We Leave Behind
- True Darkness
- Moment Of Silence
- Buried Legion
- Thy Self The Highest Love
- The Roaring King
- Broken Dawn
- How Much Is The Fish
1LP Gatefold Splatter Grey Black Red, inkl. Booklet – streng auf 200 Exemplare limitiert (nur Napalm Shop)
1LP Gatefold Clear – streng auf 200 Exemplare limitiert (nur Napalm Shop und Finnland)
1LP Gatefold Trans Red, inkl. Lyric-Sheet
1CD Digipack, 6p Digipack
Digital Album
Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

