Mit „MONSTERS“ liefern blacktoothed einen ihrer bisher emotional zugänglichsten und introspektivsten Songs. Der Track verbindet atmosphärischen Modern Rock mit ehrlicher, unverstellter Lyrik und taucht tief in die Angst ein, sich selbst zu verlieren und zu jemandem zu werden, den man nicht mehr wiedererkennt.
Im Kern beschäftigt sich „MONSTERS“ mit innerer Dunkelheit, Selbstzweifeln und dem anhaltenden Gewicht von Gedanken, die sich nicht abschütteln lassen. Der Song zeigt, wie leicht sich die eigene Wahrnehmung verschieben kann, wie Gefühle abstumpfen und wie sich innere Überzeugungen langsam festsetzen. Zeilen wie „Losing our feelings / We break what’s real“ greifen dieses leise Auseinanderdriften auf, während das wiederkehrende „Can’t let you turn into a monster“ gleichzeitig wie eine Warnung und ein verzweifelter Versuch wirkt, etwas festzuhalten.
Zwischen Druck und Verletzlichkeit
Auch musikalisch entwickeln blacktoothed ihren Sound weiter. Treibende Instrumentals treffen auf eine dichte Atmosphäre und eine klare Produktion. Im Zentrum stehen ausdrucksstarke männliche Lead-Vocals, ergänzt durch eindringliche weibliche Backings, die dem Song zusätzliche Tiefe und Spannung verleihen.
Das Ergebnis ist ein Gleichgewicht aus Druck und Weite, intensiv, ohne die melodische Seite zu verlieren. Genau diese Gegensätze machen „MONSTERS“ zu einem Song, der hängen bleibt.
Konsequente Weiterentwicklung
In den vergangenen Jahren haben blacktoothed ihren Stil stetig geschärft und sich mit einer Mischung aus Modern Rock und emotionaler Tiefe einen festen Platz erspielt. Diese Entwicklung hat nicht nur ihre Hörerschaft wachsen lassen, sondern auch ihren eigenen Klang immer klarer herausgearbeitet.
Mit „MONSTERS“ geht die Band den nächsten Schritt, nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich. Der Song setzt sich mit dem auseinander, was im Inneren passiert, erkennt Warnzeichen, bevor es zu spät ist, und erzählt vom Versuch, sich selbst nicht zu verlieren.

Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

