BLACKIE LAWLESS denkt noch lange nicht an den Ruhestand

BLACKIE LAWLESS denkt noch lange nicht an den Ruhestand

W.A.S.P. sind eine Institution, die sich gewaschen hat, und wenn es nach ihrem charismatischen Frontmann geht, wird sich daran so schnell auch nichts ändern. In einer Zeit, in der sich viele Legenden der 80er-Jahre-Metal-Szene langsam von den Brettern, die die Welt bedeuten, verabschieden, setzt Blackie Lawless ein unmissverständliches Zeichen der Beständigkeit.

Der mittlerweile 67-jährige Musiker machte in einem aktuellen Interview mit AJ Motts und RJ Stone von der The AJ & RJ Show unmissverständlich klar, dass das Wort „Rente“ in seinem persönlichen Vokabular schlichtweg nicht existiert. Während Kollegen wie Dee Snider aus gesundheitlichen Gründen den Hut nehmen, denkt Lawless gar nicht daran, seine ikonische Fransenjacke an den Nagel zu hängen.

Es ist diese unbändige Leidenschaft, die Lawless seit Jahrzehnten antreibt. Wer den Hünen einmal live erlebt hat, weiß, dass er keine halben Sachen macht. Die Vorstellung, den Ruhestand mit Angeln oder dem Sammeln von goldenen Uhren zu verbringen, ist für ihn eine absurde Dystopie. Für Lawless ist die Bühne kein Arbeitsplatz, sondern ein Lebenselixier. „Man müsste mich trittend und schreiend von der Bühne ziehen“, so sein klares Statement gegenüber AJ Motts und RJ Stone. Diese Einstellung erinnert an die ganz Großen des Business, die bis zum letzten Atemzug für ihre Kunst brannten. Es geht hier nicht um bloße Routine, sondern um das Feuer, das bereits im 16-jährigen Blackie loderte und bis heute nicht erloschen ist.

BLACKIE LAWLESS und die Inspiration durch die Blues-Legenden

Ein Schlüsselerlebnis für diese unerschütterliche Haltung war für den W.A.S.P.-Chef ein Konzert der Blues-Legende B. B. King. Zu sehen, wie ein Mann mit über 80 Jahren, zwar sitzend, aber mit einer immensen stimmlichen Gewalt sein Publikum in den Bann zieht, hinterließ bei Lawless bleibenden Eindruck. In der The AJ & RJ Show verdeutlichte er, dass das Alter lediglich eine Zahl ist, solange die innere Flamme brennt. Diese Inspiration trägt er nun in die kommenden Jahre seiner eigenen Karriere. Trotz der körperlichen Tributzahlungen, die Jahrzehnte auf Tour mit sich bringen – insbesondere seine bekannten Rückenprobleme –, bleibt der Optimismus ungebrochen. Lawless sieht seine Karriere als ein Buch, das noch viele leere Seiten bereithält, die gefüllt werden wollen.

Die Fans dürfen sich also auf die nächste große Offensive freuen. Für das Jahr 2026 steht die „1984 To Headless“ Tour an, die eine Zeitreise zu den Wurzeln der Band verspricht. Mit Klassikern aus den ersten vier Alben wird die Band belegen, dass ihr Sound zeitlos bleibt. Dass Lawless dabei keine Gefangenen macht, versteht sich von selbst. Die Unterstützung durch KK’s Priest als Special Guest setzt dem Ganzen die Krone auf. Während Nordamerika bereits im September 2026 in den Genuss kommt, müssen wir uns in Europa noch bis 2027 gedulden. Doch das Warten wird sich lohnen, denn wenn Blackie Lawless eines verspricht, dann ist es eine Show, die das Publikum förmlich umhaut. Die Geschichte von W.A.S.P. ist noch lange nicht zu Ende erzählt, und wir sitzen in der ersten Reihe, um das nächste Kapitel mitzuerleben.

Quelle: The AJ & RJ Show

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für News, Hausfotograf des LKA Longhorns und IMAGO-Contributor verbindet er tiefgreifende Rock-Expertise mit technischem Know-how. Marc liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content sowie pointierte Kolumnen und bildet von Beginn an das journalistische und technische Fundament vom Paranoyd-Magazin.

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