Behemoth: Überraschender Labelwechsel für neues Album

Behemoth live auf der Bühne beim Konzert © Marc Blessing

Behemoth sorgen erneut für Gesprächsstoff in der Metal-Szene. Obwohl die Band seit vielen Jahren eng mit Nuclear Blast verbunden ist und erst vor rund einem Jahr ihr aktuelles Werk THE SHIT OV GOD veröffentlicht hat, steht nun plötzlich ein neues Label im Fokus: Massacre Records verkündete offiziell eine Partnerschaft mit den polnischen Extreme-Metal-Veteranen.

Noch ist unklar, ob es sich dabei um eine langfristige Zusammenarbeit oder lediglich um ein spezielles Projekt handelt. Fest steht allerdings bereits: Am 4. September soll mit I, SCVLPTOR ein exklusives neues Album erscheinen, das über Massacre Records veröffentlicht wird.

Acht unveröffentlichte Songs angekündigt

Das kommende Werk soll insgesamt acht bislang unveröffentlichte Songs enthalten. Fans müssen sich allerdings noch etwas gedulden, denn sowohl das Cover als auch die vollständige Tracklist werden erst am 1. Juni enthüllt. Ab diesem Datum startet gleichzeitig auch die offizielle Vorbestellung des Albums.

Massacre-Labelmanager Thomas Hertler zeigte sich über die Kooperation mehr als begeistert. Für ihn markiere die Veröffentlichung einen besonderen Moment für das Label:

„Behemoth sind eine der kraftvollsten und ikonischsten Kräfte im Extreme Metal.“

Gleichzeitig kündigte Hertler an, dass man alles daran setzen werde, dem Album die passende Präsentation auf CD und Vinyl zu bieten.

Nergal spricht über die Idee hinter I, SCVLPTOR

Frontmann Adam ‚Nergal‘ Darski beschreibt das Album als eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart der Band. Laut Nergal handle es sich um ein eigenständiges Werk, das den frühen Geist von Behemoth einfange und gleichzeitig neue Elemente integriere.

Besonders spannend: Die Musiker haben sich intensiv mit ihrem frühen Material auseinandergesetzt und dieses neu interpretiert, ohne dessen ursprüngliche Atmosphäre zu verlieren. Gleichzeitig versteht die Band das Album als Tribut an jene Künstler und Bands, die den Sound von Behemoth maßgeblich geprägt haben.

Frühe Extreme-Metal-Einflüsse standen Pate

In der Vergangenheit nannte Nergal unter anderem Tiamat, Beherit, Samael, Blasphemy sowie Morbid Angel als prägende Einflüsse für die Anfangszeit der Band. Entsprechend groß ist die Neugier vieler Fans, welche musikalische Richtung I, SCVLPTOR letztlich einschlagen wird.

Die Veröffentlichung könnte zudem Einfluss auf die kommende Tour mit Dimmu Borgir haben. Möglich wäre durchaus, dass einige der neuen Songs bereits ihren Weg in die Setlist finden.

Zwischen Vergangenheit und moderner Härte

Mit I, SCVLPTOR scheint Behemoth bewusst den Blick zurück auf die eigenen Wurzeln zu richten, ohne dabei auf moderne Produktion und aktuelle Extreme-Metal-Dynamik zu verzichten. Gerade diese Mischung könnte das Album für langjährige Fans ebenso spannend machen wie für Hörer, die erst in den vergangenen Jahren zur Band gefunden haben.

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

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