Der 22-jährige Newcomer Baumgart markiert mit seiner Debütsingle einen tiefschürfenden Startpunkt in der deutschen Musiklandschaft. Sein Erstwerk „Der schlimmste Ort ist in mir drin“ erschien am 13. Februar und widmet sich der schmerzhaften Erkenntnis, dass geografische Veränderungen oft keine Heilung für innere Unruhe bieten.
Musikalisch bricht Baumgart klassische Genregrenzen auf. Sein Sound verwebt modernen Indie mit der Intimität klassischer Songwriter-Strukturen, wagt jedoch immer wieder Ausflüge in elektronische Gefilde und rhythmischen Sprechgesang. Diese klangliche Offenheit spiegelt seine inhaltliche Suche wider: Eine drängende, nahe Stimme, die das Gefühl beschreibt, überall und zugleich nirgendwo zu Hause zu sein.
In Zeilen wie „Scheissegal ob Berlin oder Iserlohn, nirgendswo fühl ich mich angekommen“ artikuliert er eine universelle Entfremdung. Es geht nicht um den physischen Ort, sondern um die schmerzhafte Suche nach dem eigenen Kern. Baumgart liefert damit einen Soundtrack für alle, die sich in der Welt zwar bewegen, aber innerlich noch auf der Suche nach einem Ankerpunkt sind.
Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

