AMON AMARTH schicken einen letzten Vorboten ihres kommenden Albums ins Rennen. Mit „Eight Legs of Thunder“ ist die nächste Single aus „The Allfather Awakens“ erschienen, das am 2. Oktober über Metal Blade Records folgt.
Passend dazu treiben ein galoppierendes Riff und ein großer Refrain den Song durch die nordische Mythologie. Beim dazugehörigen Musikvideo nehmen AMON AMARTH allerdings eine unerwartete Abzweigung: Statt Wikingerkulisse gibt es einen modernen amerikanischen Western mit Cowboys, Pick-up-Trucks und endlosen Highways.
Vom Norden direkt in den Wilden Westen
Regisseur Dariusz Szermanowicz wollte mit dem Video bewusst aus dem klassischen Metal-Schema ausbrechen. Die staubige Atmosphäre eines modernen Westerns trifft deshalb auf die Geschichte rund um Odens achtbeiniges Ross.
Szermanowicz erklärt:
„Mit ‚Eight Legs Of Thunder‘ wollten wir einmal mehr aus dem klassischen Metal-Musikvideo-Schema ausbrechen. Dafür haben wir die raue, staubige Atmosphäre eines modernen Westerns mit der epischen, düsteren Mythologie rund um Odens achtbeiniges Ross verbunden. Herausgekommen ist ein rasanter, cineastischer Ritt voller Western-Spannung, kompromissloser Action und einer Prise schwarzen Humors. Wir wollten nicht einfach nur ein Musikvideo drehen – wir wollten ein Statement setzen.“
„Eight Legs of Thunder“ folgt auf „Upphaf“ und „Gjallarhorn“. Während AMON AMARTH mit dem akustischen „Upphaf“ ungewohnt reduzierte Töne anschlugen, führte „Gjallarhorn“ wieder stärker zum bekannten Sound der Schweden zurück. Inhaltlich griff der Song die Geschichte von Odens Opfer am Brunnen der Weisheit, Mímisbrunnr, auf.
„The Allfather Awakens“ führt die Geschichte weiter
Auch auf dem neuen Album bleibt Oden eine wichtige Inspirationsquelle. Der nordische Gott des Krieges, der Weisheit, des Todes, der Magie und der Dichtkunst zieht sich durch Texte und Artwork. Ein klassisches Konzeptalbum ist „The Allfather Awakens“ dennoch nicht. Die zehn Songs erzählen stattdessen verschiedene historisch inspirierte Geschichten über Konflikte, Opferbereitschaft und den Kampf für ein höheres Ziel.
Beim Songwriting gingen AMON AMARTH diesmal ebenfalls anders vor. Das Material entstand teilweise bereits während der Tour und wurde anschließend in zwei Sessions mit mehreren Monaten Abstand im dänischen Studio von Produzent Jacob Hansen aufgenommen. Dadurch konnte sich die Gruppe intensiver auf die einzelnen Songs konzentrieren.
Auch beim Gitarrensound änderte sich etwas. Statt der zuletzt genutzten 5150-Amps kamen wieder Marshall-Verstärker zum Einsatz. Zunächst entstand jeweils die Musik, die anschließend Stimmung und Richtung für die Texte vorgab.
Im Herbst bringen AMON AMARTH „The Allfather Awakens“ schließlich auf die Bühne. Für die kommende Tour durch Großbritannien und Europa ist eine komplett neue Produktion geplant, die von Odens legendärer Goldener Halle inspiriert wurde.
„The Allfather Awakens“ erscheint am 2. Oktober über Metal Blade Records.
01. Gjallarhorn
02. Eight Legs of Thunder
03. Kvasir’s Blood
04. We Rule the Waves
05. Upphaf
06. Die With a War Cry
07. Raven God
08. The Allfather Awakes
09. Oden’s Hunt
10. Ascending Like an Eagle
Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.
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