Mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum gelang Three Days Grace vor 23 Jahren der große Durchbruch. Der Hit „I Hate Everything About You“ ist auch heute noch aus der Rock- und Metalszene nicht wegzudenken. Seit zwei Jahren war die Band mit zwei Sängern unterwegs, nachdem Adam Gontier zurückgekehrt war und Matt Walst, der nach Adams Ausstieg im Jahr 2013 den Gesang übernommen hatte, weiterhin Teil der Band blieb. Zum Konzert in der ausverkauften Frankfurter Jahrhunderthalle hatten die Kanadier zudem Catch Your Breath aus Texas als Support mitgebracht.
Post-Hardcore aus Texas
Catch Your Breath betraten pünktlich um 20:00 Uhr die Bühne und wurden direkt von der bereits gut gefüllten Halle bejubelt. Das Quartett präsentierte emotionale Songs mit melancholischen und eingängigen Hymnen, ließ aber auch die härteren Momente nicht vermissen, die zum Moshen und Headbangen einluden. Sänger Josh nahm sich während des Sets Zeit, um über Mental Health zu sprechen und allen Mut zu machen, die mit entsprechenden Herausforderungen zu kämpfen hatten.
Das Einzige, was meiner Meinung nach etwas den Fluss des Auftritts störte, waren die Einspieler zwischen einigen Songs. Diese fielen teilweise recht lang aus und nahmen etwas Energie aus dem Set. Davon abgesehen lieferten Catch Your Breath einen gelungenen Auftritt ab und konnten viele Sympathiepunkte sammeln.
Three Days Grace in Spiellaune
Um Viertel nach neun legten Three Days Grace mit „Dominate“ vom aktuellen Album „Alienation“ los und machten direkt deutlich, dass sie an diesem Abend bestens aufgelegt waren. Nach dem Opener folgte mit „Animal I Have Become“ direkt ein echter Klassiker. Dieses Wechselspiel aus neuen Songs und bekannten Hits zog sich durch den gesamten Abend. Die Setlist bot einen gelungenen Mix aus alten und aktuellen Stücken und führte quer durch die Diskografie der Band.
Zur Mitte des Sets überraschten Three Days Grace mit einer fast schon lagerfeuerartigen Atmosphäre und spielten drei Songs in Akustikversionen, darunter auch ein Medley, in dem „Porn Star Dancing“ von Matt Walsts anderer Band My Darkest Days auftauchte.
Bevor es wieder mit voller Energie weiterging, spielte Adam Gontier alleine und lediglich mit seiner E-Gitarre ausgestattet ein Cover von Radioheads „Creep“. Anschließend schaltete die Band wieder einen Gang hoch und absolvierte den letzten Teil des Konzerts mit voller Wucht.
Nach rund anderthalb Stunden verabschiedeten sich die Kanadier von ihren Fans und entließen ein glückliches, aber auch ausgepowertes Publikum aus der Frankfurter Jahrhunderthalle. Zuvor hatten sie noch versprochen, im kommenden Jahr zurückzukehren. Besonders emotional wurde es, als Adam der Band dafür dankte, dass sie nach seinem Ausstieg weitergemacht und ihn später wieder aufgenommen hatte.
Ein sehr starkes Konzert.
Bilder Credits: Kevin Richter // Metal Health Photography
Three Days Grace
Catch Your Breath
Kevin Richter
Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.




































