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“The Black Finale” in Köln 2025 – Imminence zelebrieren Ihr Meisterwerk

"The Black Finale" in Köln 2025 - Imminence zelebrieren Ihr Meisterwerk

Köln, 18.12.2025: Imminence haben beim “The Black Finale” in Köln die Epoche ihres Meisterwerkes “The Black” für beendet erklärt und zelebrieren diese nochmals vor ausverkauftem Haus im Palladium vor 4.000 zahlenden Besuchern und Freunden des Violinisten-Cores. Wir waren für Euch vor Ort und erzählen Euch wie es war.

Wenn Imminence auf Tour gehen, ist klar, dass es nicht bei einem gewöhnlichen Metal-Konzert bleibt. Im Rahmen des Abschlusses der ausgedehnten The Black Tour, die in verschiedenen Blocks seit 2024 stattfand, lud die Band aus Schweden nach Köln zu einem der nur fünf Shows des Großen „The Black Finale“ und zeigte eindrucksvoll, warum sie sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz in der internationalen Heavy-Music-Landschaft erspielt hat. Was vor über einem Jahrzehnt als gemeinsames Projekt junger Musiker in Südschweden begann, ist heute ein künstlerisch ausgereiftes Gesamtwerk, das Härte und Emotion auf einzigartige Weise miteinander verbindet.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 hat sich Imminence stetig weiterentwickelt und ihren eigenen Sound konsequent verfeinert. Zwar sind ihre Wurzeln klar im Metalcore verankert, doch schon früh begann die Band, klassische Genregrenzen aufzubrechen. Charakteristisch ist vor allem der Einsatz von Violine, die sich nahtlos zwischen drückende Breakdowns, atmosphärische Passagen und eingängige Melodien einfügt. Diese Mischung aus moderner Härte, melancholischer Tiefe und orchestralen Elementen verleiht der Musik eine besondere Intensität, die sowohl auf Platte als auch live ihre volle Wirkung entfaltet.

Mit der Veröffentlichung des Meisterwerks „The Black“ im Frühjahr 2024 beweisen Imminence, dass sie längst mehr sind als ein Geheimtipp der Szene. Das Konzert in Köln markierte nicht nur einen weiteren Tourstopp, sondern auch einen Moment, in dem Vergangenheit, Gegenwart und musikalische Vision der Band auf der Bühne zusammenliefen – kraftvoll, emotional und kompromisslos, aber auch mit einem großen Downer.

Infrastruktur eher mangelhaft, aber der Support lieferte ab!

Aber beginnen wir am Anfang des Abends: Die Parkplatzsituation vor Ort, rund um das Palladium und das E-Werk war freundlich ausgedrückt eine Zumutung und somit stand zu Beginn ein knapp 30-minütiger Fußweg zum Eingangsbereich des Palladiums, vor dem die lange Einlassschlange langsam, aber sicher in den Veranstaltungssaal kroch. Innen stand gerade der Support-Act NE OBLIVISCARIS auf der Bühne und heizte den 4.000 Zuschauern schon kräftig ein. Der Saal war proppevoll und die noch eintreffenden Zuschauer hatten sichtlich Probleme sich einen Platz mit Aussicht zu organisieren.

Das Konzert war zwar seit einigen Wochen ausverkauft, aber es war irgendwie sehr voll und man hatte Mühe von A nach B zu kommen. Dementsprechend betrat ich den Fotograben erst zum zweiten Song des Konzerts. NE OBLIVISCARIS begeisterte die Imminence-Fans in der Halle. Stilistisch stand der Support-Act Imminence sehr nahe. Harter Metal auf ruhige Geigen – das passt einfach. Die Band zeigte ganze fünfzig Minuten, was in ihr steckte und die Energie und Leidenschaft im Palladium war spürbar. NE OBLIVISCARIS konnten hier in Köln ordentlich Gummipunkte einfahren und blieben im Gedächtnis. Wir freuen uns auf die nächste Begegnung.

Imminence räumen alles ab!    

Die Energie in der Halle brodelte die gesamte Umbaupause über und es lag ein Hauch von Mystik in der Luft. Eine schwarze Messe an einem kalten Wintertag und das auch noch gepaart mit den symphonischen und emotionalen Klängen der Geigen und der Stimme voEddie Berg, dem Sänger von Imminence. Das Setting allein schon versprach einen erfolgreichen Abend und genauso sollte es auch kommen.

Imminence betraten die Bühne pünktlich und mit langem, düsterem Intro. Die Band trug schwarze Mönchskutten und jeder Mönch schien seinen zugewiesenen Platz auf der Bühne zu haben. Vor jedem leuchtenden Fenster ein Musiker, dessen Silhouette man im nebeligen Bühnenlicht erkennen konnte. Alles war angerichtet und die ersten Klänge von „Come Hell or High Water“ erklangen unter großem Jubel der Fangemeinde. Aber einer blieb verborgen, Eddie blieb den gesamten Song über unter der schwarzen Kutte versteckt und zog den gesamten Song so durch. Als der zweite Song „Desolation“ erklang, fielen die Kutten wie die Schuppen von den Augen und die Band stand doch noch leibhaftig und ohne Vermummung auf der Bühne. 

Die Fans sangen jede Songzeile mit und die Band zahlte das durch eine unfassbar leidenschaftliche Performance zurück. Es war ein beeindruckender Auftritt von Imminence hier beim „The Black Finale“. Eine perfekt abgestimmte Show, die keine Wünsche offen ließ. Stark abgemischter Sound und tolle Licht, Nebel und Pyro-Effekte sorgten für das gewisse Etwas bei einem bisher schon starken Auftritt. Im weiteren Verlauf konzentrierte sich die Band im ersten Part des Konzerts auf das Meisterwerk „The Black“ und somit wurden die ersten sieben Songs des Albums genauso in der Reihenfolge durchgespielt bis zum Song „Come What Ever May“, der genau wie auf Platte, mit dem NE OBLIVISCARIS Sänger Tim Jones performt wurde.

Der Akustik-Part enttäuscht leider

„The Black Finale“ wurde im Vorfeld ja als besonderes Konzert mit Akustik-Performance und String-Quartett angepriesen. Während das String-Quartett eine wirkliche Bereicherung war und dem Konzert noch mehr Tiefe gab als es ohnehin schon hatte, enttäuschte der Akustik-Part leider als leiser Stimmungsdowner. Der Part war einfach eine Ecke zu ruhig und mit ganzen sechs Songs auch zu lang, der Kontrast zu dem ersten Part war einfach zu groß und so gingen viele Leute im Venue neue Getränke holen, eine rauchen oder einfach das schon getrunkene Bierchen wegbringen.

Das fulminante Ende eines Endes

Das Finale des „The Black Finale“ konnte dann jedoch wieder mit ordentlich Stimmung und einer Reise durch die Best-Of-Liste der Band punkten. Das Ende bestand aus weiteren sieben Songs Vollgas, bei dem die Fangemeinde nochmal vollumfänglich auf ihre Kosten kam. Neben „Erased“, „Temptation“ und dem Titletrack „The Black“, gaben nicht nur die eingefleischten Imminence-Fans noch einmal alles. Das Finale war so erfolgreich und beeindruckend wie die gesamte „The Black“-Epoche der Band.

Danke Imminence für zwei Jahre schwarze Magie und Klangwelten. Wir sind gespannt, was als Nächstes kommt.

Imminence

tilo

Tilo Sief

Tilo ist Fotograf & Redakteur beim Paranoyd Magazin. Dokumentiert Konzerte & Festivals in NRW, BeNeLux & Ruhrgebiet mit Leidenschaft & Präzision. Er bringt eine Menge Erfahrung mit und kennt sich bestens in der Szene aus.

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