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Slime-Punk mit Wucht: Tourabschluss in Zwickau

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Zwickau, 07.02.2026: Slime feierten ihren Tourabschluss im Alten Gasometer. Es war ein Abend voller Punk-Attitüde, Gefühl und kompromisslos guter Musik: ehrlich, laut und emotional zugleich. Schon beim Betreten der Location lag eine besondere Spannung in der Luft.

Der Alte Gasometer füllte sich schnell mit Menschen, die nicht einfach nur ein Konzert erleben wollten, sondern genau wussten, wofür diese Band steht. Slime stehen seit Jahrzehnten für klare Worte, unbequeme Texte und eine Haltung, die nichts an Aktualität verloren hat. Genau das machte sich an diesem Abend bemerkbar: vom ersten Moment an herrschte eine intensive Verbindung zwischen Band und Publikum. Es ging nicht nur um Musik, sondern um gemeinsame Werte, um Zusammenhalt und um Punk als Ausdruck von Wut, Hoffnung und Widerstand. Der Tourabschluss in Zwickau fühlte sich dadurch weniger wie ein Ende an, sondern vielmehr wie ein kraftvolles Statement.

Ankommen, Aufwärmen, Vorfreude

Pünktlich um 19:00 Uhr öffneten sich die Türen, und nach und nach füllte sich der Raum. Die Stimmung war von Beginn an erwartungsvoll, die Vorfreude spürbar. Der Alte Gasometer bot dafür die perfekte Kulisse: ganz nah am Publikum.

Shutcombo eröffnet den Abend

Um 20:00 Uhr betraten Shutcombo die Bühne und machten vom ersten Moment an klar, dass hier keine Zeit für Zurückhaltung ist. Ohne großes Vorgeplänkel ging es direkt nach vorne: 35 Minuten Abriss, 35 Minuten Punk, laut, schnell und kompromisslos. Die Band legte ein Tempo vor, das den Alten Gasometer sofort in Bewegung brachte und die Anspannung im Raum in pure Energie verwandelte.

Das Publikum nahm Shutcombo dankbar an. Schon nach den ersten Songs bildeten sich die ersten Moshpits, Fäuste gingen nach oben und der Raum füllte sich mit Schweiß, Bewegung und Begeisterung. Man merkte schnell, dass hier eine Band auf der Bühne steht, die genau weiß, was sie tut und wie man ein Publikum abholt.

Seit 27 Jahren sind Shutcombo bereits unterwegs. Die Band stammt aus Bad Dürrenberg und genau diese Erfahrung war spürbar. Eine rotzig-punkige Stimme, treibende, schnörkellose Klänge und eine ehrliche, ungekünstelte Energie machten ihren Auftritt zu mehr als nur einem Support-Set. Shutcombo lieferten einen Auftakt, der den Ton für den gesamten Abend setzte und die Messlatte von Beginn an hoch legte.

Slime-Zwickau-Alter Gasometer ©adriane vogelgesang
Tex Brasket von Slime in Zwickau-Alter Gasometer ©Adriane Vogelgesang

Slime eine Zeitreise durch Punkgeschichte

Um 21:00 Uhr war es dann so weit: Slime betraten die Bühne. Ab diesem Moment gab es kein Halten mehr. Die Band nahm das Publikum mit auf eine intensive Zeitreise durch ihre eigene Geschichte. Von frühen Klassikern bis hin zu neueren Songs.

Mit Stücken wie „ACAB“, „Alle gegen Alle“ und „Armes Deutschland“ zeigte sich schnell, warum Slime bis heute eine der wichtigsten Punkbands des Landes sind. Die Haltung ist klar, die Texte direkt und unbequem genau das, was das Publikum hören wollte. Auch Songs wie „Was glaubst du“, „Schweineherbst“ und „Deutschland muss sterben“ sorgten für laute Chöre und bewegten den gesamten Saal. Spätestens bei „Linke Spießer“ und „Zusammen“ war der Alte Gasometer komplett vereint mitsingend, springend, schwitzend.

Neben der geballten Energie gab es aber auch ruhigere, nachdenkliche Momente. Stücke wie „Taschenlampe“ ließen Raum für Emotionen und sorgten für echte Gänsehaut, wenn das komplette Publikum die Texte übernahm. Abgerundet wurde das Set mit Songs vom aktuellen Album „3! + 7 hoch 1“, die sich nahtlos neben die Klassiker einreihten und zeigten, dass Slime auch heute noch relevant, wütend und authentisch sind.

Fazit: Herz, Haltung und ehrliche Musik

Dieser Abend war mehr als nur ein Konzert. Es war Punk mit Herz und Haltung, Musik, die berührt, aufrüttelt und gleichzeitig Spaß macht. Ehrliche Texte, starke Melodien und eine Band, die auch nach all den Jahren nichts von ihrer Kraft verloren hat. Ein besserer Abschluss dieser Tour hätte kaum sein können.

Slime

Shutcombo 

adriane

Adriane Vogelgesang

Adriane ist Redakteurin und Fotografin für das Paranoyd Magazin. Sie berichtet leidenschaftlich über Rock, Punk & Metal und ist von Anfang an beim Paranoyd Magazin dabei. Adriane liefert authentische Konzertberichte, Fotos sowie fundierte Reviews und ist bekannt für ihre kritische und unabhängige Berichterstattung, die immer nah am Geschehen in der Szene bleibt.

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