Lukas Ballweg siegt beim SinnerRock Contest Finale 2026

Lukas Ballweg bei der Show vor begeistertem Publikum © Kevin Richter

Wie bereits im Vorjahr veranstaltete das SinnerRock auch 2026 einen Singer/Songwriter Contest. Im Vorfeld wurden in Frankfurt, Fulda, Bad Brückenau und Steinau Vorentscheide ausgetragen. Die Gewinner der jeweiligen Vorentscheide traten am 09.05.2026 im Dahlia & Clover in Bad Brückenau um den Sieg an. Zu gewinnen gab es einen Spot auf dem vom 10. bis 12.09.2026 in Altengronau stattfindenden SinnerRock Festival.

Reihenfolge per Losverfahren

Die Reihenfolge wurde im Vorfeld ganz klassisch mit Strohhalmziehen entschieden und so startete gegen 19:00 Uhr Rob Walker als Erster in den Abend. Drei Songs sollte jeder performen und das Publikum entschied die Punktevergabe per Fragebogen. Rob, der den Vorentscheid in Frankfurt gewann, punktete mit Kreativität. Seine Songs erzählten ungewöhnliche Geschichten (wie zum Beispiel von einem Dinosaurier, der zählen lernt) und einer kleinen Drummachine, die an seiner Akustikgitarre befestigt war.

Leider hatte diese ein paar technische Probleme und ließ sich nicht nahtlos bedienen, was Rob ein bisschen nervös machte. Abgesehen davon lieferte er, auch im Angesicht des Schicksals beginnen zu müssen, eine solide Performance ab.

Als Zweites machte sich Lukas Ballweg auf die „Bühne“ und sein Stil entsprach mehr dem klassischen Singer/Songwriter-Genre. Akustikgitarre und eine starke Stimme setzten hier die Highlights seiner Performance, mit der er auch den Contest in Fulda für sich entscheiden konnte. Lukas’ Umgang mit dem Publikum war super sympathisch und man merkte ihm an, dass er viel Spaß auf der Bühne hatte und seine Songs viel Gefühl transportierten. Ein sehr authentischer Auftritt, der mit einer Zugabe belohnt wurde.

Weite Anreise

Die wohl weiteste Anreise legte Kandidatin 3 zurück. Clodia Quitter kam den weiten Weg von Italien nach Bad Brückenau, um im Dahlia & Clover anzutreten. Sie entschied den Contest in Steinau für sich, der aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen einiger Teilnehmer leider nicht stattfand. Ebenfalls mit Akustikgitarre und fantastischer Stimme ausgestattet, überzeugte auch Clodia ab der ersten Note. Mit viel Selbstbewusstsein und emotionalen Songs wurde auch sie aufgefordert, nach den drei Songs eine Zugabe zu spielen, was sie natürlich ebenfalls gerne machte.

Der letzte Auftritt kam von Michaela Wassmann, die sonst mit ihrer Band Bembelpiraten unterwegs ist. Mit Akkordeon und kraftvoller Stimme gab sie deutschsprachige Songs, die man am ehesten nach ein paar Bieren und zu später Stunde auf Volksfesten hört, zum Besten. Aber auch das kam hier im Dahlia & Clover gut an, denn genau hier hatte sie auch den Vorentscheid gewonnen.

Weitere musikalische Unterhaltung

Für den restlichen Abend gab es weitere musikalische Unterhaltung und zwar von der italienischen Solokünstlerin Saraya. Mit einem Mix aus eigenen Songs und Coverversionen klassischer Rocksongs, von „Whole Lotta Love“ bis „Me and Bobby McGee“ und vielen weiteren, sorgte Saraya mit ihrer einzigartigen Rockstimme und Akustikgitarre für beste Stimmung. Zwischenzeitlich wurde sie noch von Rafa Sant Ana (unter anderem Lord Bishop, Kojak) und auch von Steve und Renate Iorio, den Veranstaltern des SinnerRock und Besitzern des Dahlia & Clover sowie Gründern der Band The Vagrants, unterstützt.

In einer kurzen musikalischen Pause wurde dann auch noch der Gewinner des Abends verkündet: Lukas Ballweg gewann hauchdünn vor Clodia Quitter und sicherte sich somit einen Platz auf dem diesjährigen SinnerRock Festival. Ein schöner Abend ging im Dahlia & Clover in Bad Brückenau zu Ende. Ich bin mir sicher, für die nächstjährige 10. Ausgabe des SinnerRock werden sich Steve und Renate wieder etwas Tolles für kleine Künstler einfallen lassen.

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Jennifer Richter

Jennifer Schreibt für das Paranoyd Magazin Reviews von Doom bis Black Metal sowie Konzert- und Festivalberichte mit fundierter Leidenschaft. Spezialisiert auf die extremen Ausläufer der Metal-Szene, liefert er/sie authentische Einblicke und fachkundige Analysen, die immer nah am Kern der Musik bleiben.

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