Simple Minds in der Festhalle Frankfurt – Global Tour 2024

Simple Minds bei der Show im Scheinwerferlicht © Marc Blessing

Frankfurt am Main, die Stadt, die im Volksmund gerne „Mainhattan“ genannt wird, weil sie als einzige Stadt Deutschlands eine Skyline hat. Inmitten dieser beeindruckenden Kulisse steht die Frankfurter Festhalle, die nicht weniger beeindruckend ist, obwohl sie architektonisch noch aus dem alten Frankfurt stammt.

Hier stand gestern Abend eine Band auf der Bühne, die mich schon ein ziemlich großes Stück meiner Jugend begleitet hat und die es tatsächlich geschafft hat, mich auch Jahrzehnte später noch zu begeistern: Simple Minds.

1985 schafften die Schotten mit „Don’t You (Forget About Me)“ den ganz großen Durchbruch. Der Song wurde zum Welthit und machte Simple Minds innerhalb kürzester Zeit zu internationalen Megastars. Wenn man sich anschaut, was Mitte der 80er musikalisch sonst noch los war – U2, Queen, The Cure, Bon Jovi und viele andere lieferten damals großartige Songs ab, die bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren haben –, dann gehört „Don’t You (Forget About Me)“ für mich definitiv zu den großen Meisterwerken dieser Zeit.

Als 77er-Jahrgang bin ich allerdings nicht unbedingt mit den Simple Minds groß geworden. Meine musikalische Prägung fand eher in den späten 80ern und vor allem in den 90ern statt. Trotzdem waren Simple Minds damals längst eine feste Größe und hatten den New Wave entscheidend mitgeprägt. Vieles von dem, was diese Band in ihrer langen Karriere geschaffen hat, ist bis heute erstaunlich zeitlos geblieben.

Gegründet wurden Simple Minds 1978 von Jim Kerr und Charlie Burchill. Beide stehen auch heute noch im Mittelpunkt der Band. Und offensichtlich denken sie noch lange nicht daran, kürzerzutreten. Stattdessen geht es weiterhin auf die Bühne – und das ist auch gut so.

Simple Minds: Routiniert und trotzdem voller Energie!

Das gestrige Konzert, am 12.04.24 war eine Zeitreise durch alle Epochen der Band und für mich hat kein Hit gefehlt! Der Opener „Waterfront“ hat gut gepasst, aber auch die größten Hits wie „Alive And Kicking“, „Someone Somewhere“, „Book Of Brilliant Things“ und viele mehr durften an diesem Abend nicht fehlen. Jim Kerr war stimmlich in sehr guter Verfassung, die Band in bester Laune und der Sound sowie die Lichtshow einfach nur genial.

Einziger Wermutstropfen an diesem Abend war, dass die Festhalle bestuhlt war, und somit natürlich der klassische Charakter eines Rockkonzertes gefehlt hat. Man merkt es wohl trotzdem, hier schreibt ein Fanboy, und das werde ich auch nach diesem Abend bleiben!

Auch nicht vergessen zu erwähnen ist die Supportband Del Amitri von denen die meisten sicher den Song „Always the Last to Know“ kennen werden. Diese haben im Vorfeld für gute Laune gesorgt.

Vielen Dank an Frankfurt für diese zauberhafte Show und an Live Nation für die Möglichkeit.

Del Amitri

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

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