Stuttgart, 14.03.2026: Das LKA Longhorn wurde an diesem Abend zum Schmelztiegel für Metal- und NDH-Energie. Den Auftakt machten Böse Fuchs mit brachialen Growls, bevor Schattenmann mit einer facettenreichen Show zwischen harten Hymnen und emotionalen Akustikmomenten übernahmen. Mit Fan-Nähe und einer goldenen Performance zum Finale bewies die Band eindrucksvoll ihre Live-Qualitäten.
Böse Fuchs: Brachialer Start in den Abend
Pünktlich um 20:00 Uhr enterten Böse Fuchs die Bühne. Die neuen Songs ballerten live absolut amtlich und besonders das Growling sorgte für offene Münder im Publikum. Das Core-Couple kam mit ihren beiden weiteren Musikern bei den Gästen extrem gut an. „Judas || Purgatory“ wurde vom Publikum gefeiert. Bei der Electric-Callboy-Coverversion von „Hypa Hypa“ sangen die Leute lauthals mit. Zum Schluss wurde mit einer fetten Party der Boden für Schattenmann geebnet.
Schattenmann besiegen den Endgegner
Um 21:00 Uhr übernahmen Schattenmann die Bühne. Von der ersten Sekunde an war klar: Die Band ist in Höchstform.
Frontmann Frank Herzig und seine Truppe boten eine echte Achterbahnfahrt. Kracher wie „Kamikaze“, „Brennendes Eis“ und „Menschenhasser“ ließen das LKA regelrecht beben und sorgten für mächtig Druck vor der Bühne. Doch auch die ruhigeren Momente hatten ihren Platz im Set. Bei „Generation Sex“ rief Frank ins Publikum: „Stuttgart, lasst uns Liebe machen!“ Währenddessen zeigte die Band bei „Nadel und Faden“ eine andere Seite: Frank griff zur Akustikgitarre und bewies, dass Schattenmann auch die leisen Töne beherrschen.
Bekannt ist die Band außerdem für ihre Nähe zu den Fans, und genau das wurde an diesem Abend ausgiebig zelebriert. Beim Song „Schna-na-naps“ schenkte Frontmann Frank persönlich Schnaps an das Publikum aus und sorgte damit für zusätzliche Stimmung im LKA.
Ein besonderer Moment entstand, als Frank einen männlichen Gast auf die Bühne holte, der nach eigenen Angaben von seiner Frau mitgeschleppt worden war. Die Belohnung für sein Durchhaltevermögen? Ein kühles Bier und ein exklusives Foto mit der Band auf der Bühne. Bei „Auf die Zunge“ wurde noch einmal so richtig eskaliert. Vor dem Song „Ewigkeit“ richtete Frank emotionale Worte an die Menge und bedankte sich für die jahrelange Treue der Fans.
Zum Abschluss wurde es noch einmal glamourös und laut. Für den Hit „Hände hoch“ erschien Frank Herzig in einer goldenen Jacke und mit Sonnenbrille. Bei „Wir sind das Ende der Welt“ wies er darauf hin, dass die Band am 13. März zu diesem Song das neue Musikvideo veröffentlicht hatte.
Ein gelungener Abend, der zeigt, dass die Szene lebendiger ist denn je.
Schattenmann
Böse Fuchs
Selina Dreher
Selina Fotografin und Redakteurin beim Paranoyd Magazin. Sie dokumentiert die dunkle Szene – von Gothic-Rock bis NDH. Selina versteht es, Live-Momente authentisch und leidenschaftlich einzufangen und verbindet visuelle Ästhetik mit fundierter Berichterstattung über die Facetten der schwarzen Szene.
































