14.11.2025: Saltatio Mortis waren im Rahmen ihrer aktuellen Jubiläumstour in Ludwigsburg zu Gast – einer Tour, mit der die Band ihr 25-jähriges Bestehen feierte und bei der sie Abend für Abend bewiesen hatten, warum sie zu den stärksten Live-Acts der deutschen Szene gehören. Und ausgerechnet in Ludwigsburg legten sie noch einmal eine Schippe drauf.
Saltatio Mortis in Ludwigsburg – und als Support? Sie selbst. Also quasi. „Bad Loverz“ nennt sich das Ganze, eine augenzwinkernde Zeitreise in die 80er/90er, bei der man sich unweigerlich fragte: War das jetzt Karneval, Hommage oder einfach genialer Blödsinn? Spätestens als Alea oder besser „Venice Steel“ mit „She’s Got the Look“ auf die Bühne kam, wusste man gar nichts mehr – außer, dass es unfassbar witzig war. Besonders, als er mit herrlich schrägem englischem Akzent ins Publikum brüllte: „In welcher f… Stadt sind wir hier heute Abend?“ Ein perfekter Einstieg, wenn man sich quasi selbst als Vorband aufwärmte.
Bad Loverz – tief aus den 80ern ausgegraben, brutal drüber, aber einfach herrlich. Mit „Major Tom“ holten sie dann endgültig jeden aus der Versenkung. Und auch wenn ich am Anfang noch geschmunzelt hatte: Es war ein verdammt cleveres Konzept. Vielleicht waren die Bad Loverz ja gar nicht Saltatio Mortis … sondern sahen ihnen einfach nur verdächtig ähnlich? Böse Zungen behaupteten sogar, Alea und der Bad-Loverz-Sänger seien dieselbe Person – vielleicht sogar die ganze Band. Natürlich absolut ins Reich der Fabeln zu verweisen.
Ausverkaufte MHP Arena – Steg fällt weg, Pyro sorgt für heiße Momente
Um 21:00 Uhr durften Saltatio Mortis dann endlich in der MHP Arena ran, einer Halle, die an diesem Freitagabend bis auf den allerletzten Platz ausverkauft war. So voll, dass sogar der sonst auf dieser Tour verwendete Steg, der tief in die Menge führt, gar nicht erst aufgebaut werden konnte. Kein Platz dafür, Menschen über Menschen. (Und nein: Die MHP Arena ist nicht mit dem Stadion in Stuttgart zu verwechseln … auch wenn man sich Saltatio dort langsam wirklich vorstellen könnte.)
Der Abend startete direkt mit einem gewaltigen Feuerwerk, wortwörtlich. So viel Pyro, dass einem warm ums Herz wurde. Für die Fotografen allerdings weniger herzerwärmend: Wegen der massiven Effekte mussten alle bei Song 1 komplett draußen bleiben und durften erst ab Song 2 in den Graben. Sicherheit ging hier eindeutig vor.
Alea hingegen war überall: erst vorne auf den Boxen, kurz darauf schon an der ersten Reihe und später im Publikum mit Circle Pit und Schlauchboot. Es galt: feiern, schreien, Arme nach oben. Es war das letzte Deutschland-Konzert der Tour, und man merkte der Band deutlich an, dass sie an diesem Abend noch einmal alles herausholte. 25 Jahre Saltatio Mortis wurden in Ludwigsburg gefeiert, gelacht, besungen – und ja, auch ein bisschen beweint. Was für eine Live-Power, was für eine Show.
Ganz persönlich: Ich feiere diese Band für ihre wahnsinnige Bühnenperformance, und es fällt mir hier schwer, sachlich zu bleiben. Hier hatte ich eindeutig meinen Fanboy-Moment. Danke Alea, danke Saltatio Mortis – auf 25 Jahre Wahnsinn!
Saltatio Mortis
Bad Loverz











































