Wenn Saltatio Mortis zur Burgentour rufen, dann wird es episch. Die Musik der Band passt perfekt zu historischen Locations wie der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Bereits zum dritten Mal luden Alea und Konsorten auf Burgen in Deutschland zum Tanz. Wie man aus der Vergangenheit weiß, wurde dabei mit ordentlich Pyrotechnik in geschichtsträchtigen Kulissen gespielt.
Sommerhitze und historische Kulisse in Koblenz
Bei fast 30 Grad und einem zehnminütigen Marsch vom Parkplatz bis ins Innere der Festung flossen bereits die ersten Schweißperlen. Dank des zügigen Einlasses, der pünktlich um 18:30 Uhr begann, konnte man sich aber schnell etwas zu trinken holen, was bei dem Wetter bitter nötig war. Das alte Gemäuer, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde und einen großartigen Weitblick über Koblenz, Rhein und Mosel bietet, war ein wunderschöner Ort für eine Mittelalter-Metal-Band.
Eine Zuschauerin bekam schon vor Beginn der Show Kreislaufprobleme, doch Security und Sanitäter kümmerten sich schnell und professionell um sie. Zum Start der Show stand sie bereits wieder auf ihrem Platz und genoss das Konzert.
Pyro, Drachenboot und Circle Pit
Punkt 20:00 Uhr fiel der Vorhang auf der Bühne und Saltatio Mortis stürmten mit „Ich habe keine Angst“ die Bühne. Frontmann Alea fegte von Anfang an über die Bühne und nutzte jede Gelegenheit, um die Fans miteinzubeziehen. Untermalt wurde das Ganze von Nebel- und Funkenfontänen, die schon früh auf den restlichen Abend einstimmten.
Bei „Brunhild“ tanzte Alea gemeinsam mit einer Tänzerin eine beeindruckende Choreografie, eingerahmt von auflodernden Feuerschalen am Rand der Bühne.
Ein zweiter Vorhang wurde hochgezogen und die Band performte einige Songs wie „Der Himmel muss warten“ vor dem Vorhang mit traditionelleren, akustischen Instrumenten, bevor der Vorhang während „Pray to the Hunter“ wieder fiel und es mit Vollgas weiterging.

Neben der Pyrotechnik, die von links, rechts, oben und unten immer wieder eingesetzt wurde, hatten sich Saltatio Mortis noch weitere Highlights einfallen lassen. Bei „My Mother Told Me“ segelte Alea in einem Drachenboot los. Dabei handelte es sich um ein aufblasbares Boot, in dem er sich durch das Menschenmeer tragen ließ – eine außergewöhnliche Form des Crowdsurfings.
Während „Vogelfrei“ sprang der Sänger kurzerhand selbst in den Circle Pit und ließ sich anschließend auf den Schultern eines Fans wieder nach vorne tragen.
In knapp zwei Stunden boten Saltatio Mortis eine abwechslungsreiche Show, bei der ein Highlight das nächste jagte und zu keiner Sekunde Langeweile aufkam. Das Publikum dankte es mit bester Stimmung und frenetischem Jubel – ein Abend, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Saltatio Mortis in Koblenz: Diese Songs brachte die Burgentour auf die Bühne
- Ich habe keine Angst
- Wo sind die Clowns
- Brunhild
- Große Träume
- Loki
- Odins Raben
- Heimdall
- Der Himmel muss warten
- Was wollen wir trinken
- Pray to the Hunter
- Ich schrei deinen Namen in die Nacht
- My Mother Told Me / Valhalla Calling
- We Might Be Giants
- Mittelalter
- Uns gehört die Welt
- Ein neuer Anfang
- Vogelfrei
- Keine Regeln (FiNCH Cover)
- Prometheus
- Für immer jung
- Finsterwacht
- Spielmannsschwur
Kevin Richter
Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.
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