Stuttgart, 20. August 2026 – Die malerische Freilichtbühne Killesberg in Stuttgart verwandelte sich an diesem Sommerabend in ein Zentrum moderner Spielmannskunst. Schon vor Konzertbeginn um 19:30 Uhr zeigte sich das Publikum farbenfroh und stimmungsvoll: Zahlreiche Fans waren in aufwendigen mittelalterlichen Gewandungen, Lederrüstungen und Wikinger-Gewändern erschienen, was der Kulisse der Freilichtbühne eine außerordentlich authentische und festliche Note verlieh.
Spektakulärer Auftakt: Saltatio Mortis brachten die Bühne zum Beben
Der Auftakt erfolgte fulminant. Alea stürmte voller Energie direkt zu „Ich habe keine Angst“ auf den weit in die Menge ragenden Steg. Kurz darauf folgten ihm Falk und Elsi auf den Steg, um das Publikum mit ihren Instrumenten endgültig in ihren Bann zu ziehen. Nahtlos ging es weiter mit dem Klassiker „Wo sind die Clowns?“, der die Ränge der Freilichtbühne zum ersten Mal flächendeckend zum Beben brachte. Ein visuelles Highlight gab es bei „Brunhild“: Eine Schildmaid betrat die Bühne und Alea tanzte mit ihr auf dem Steg – inklusive imposanter und perfekt choreografierter Hebefiguren.
Die gesamte Freilichtbühne wurde von Saltatio Mortis zu einer gigantischen La-Ola-Welle animiert, um gemeinsam „Odins Raben“ hoch über Stuttgart herbeizurufen. Die Dynamik wechselte in eine ergreifende Stimmung, als die komplette Band für eine emotionale Akustik-Version von „Der Himmel muss warten“ zusammen auf den Steg trat. Bei „Ich schrei deinen Namen in die Nacht“ bereicherten die beiden Tänzerinnen das Bühnenbild und verliehen der Performance eine majestätische Dramatik. Zu „My Mother Told Me“ bestieg Alea sein Drachenboot und ließ sich über die wogende Menge tragen.
Circle-Pit, Emotionen und ein krönender Abschluss
Zu „Vogelfrei“ formierte sich ein Circle-Pit der Liebe. Alea zögerte nicht, sprang mitten in die Menge, rannte im Kreis mit und sang dabei ununterbrochen weiter. Bei der kraftvollen Hymne „Prometheus“ sangen die Fans lauthals mit. Für den emotionalen Abschluss des Hauptsets forderte die Band die Besucher beim Song „Für immer jung“ auf, sich gegenseitig auf die Schultern zu nehmen – ein Meer aus Menschen ragte gen Abendhimmel.
Die Zugabe „Finsterwacht“ setzte dem Abend die Krone auf. Alea erschien komplett in edles Weiß gekleidet, flankiert von zwei Schildmaiden, die mit flammenden Schwertern für ein atemberaubendes pyrovisuelles Spektakel sorgten. Den krönenden Abschluss bildete traditionell der „Spielmannsschwur“, bei dem Band und Publikum noch einmal aus voller Kehle sangen und das Band der Freundschaft feierten.
Saltatio Mortis verstanden es meisterhaft, eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen mitreißenden Moshpits, mitfühlenden Balladen und historisch-fantastischer Mystik zu kreieren. Wer dieses Konzert miterlebt hat, wurde nicht nur bestens unterhalten, sondern Teil eines unvergesslichen Sommerabends voller Energie, Leidenschaft und echter Spielmannskunst.
Diese Songs spielten Saltatio Mortis in Stuttgart
Saltatio Mortis
Selina Dreher
Selina Fotografin und Redakteurin beim Paranoyd Magazin. Sie dokumentiert die dunkle Szene – von Gothic-Rock bis NDH. Selina versteht es, Live-Momente authentisch und leidenschaftlich einzufangen und verbindet visuelle Ästhetik mit fundierter Berichterstattung über die Facetten der schwarzen Szene.
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