Frankfurt | 05.08.2026 – Unter dem Motto „Rock N Roll Outlaws – One Last Ride“ verabschiedeten sich die australischen Hardrocker von Rose Tattoo nach knapp einem halben Jahrhundert von ihren Fans. Die markante Stimme von Sänger Angry Anderson und der prägende Einsatz der Slide-Gitarre hatten die „Rock N Roll Outlaws“ zu Legenden mit einem eigenständigen Sound gemacht. An Garys 79. Geburtstag beehrten die Aussies die nicht minder legendäre Batschkapp in Frankfurt. Den Einstieg in den Abend machte Velvet Rush.
Australische Temperaturen
37 Grad und eine lange Schlange am Einlass ließen bereits erahnen, dass es an diesem Abend nicht nur wegen der Bands schweißtreibend werden würde. Doch schon vor dem Einlass war die Stimmung ausgelassen und voller Vorfreude.
Den musikalischen Einstieg in den Abend machte die einzige Supportband, Velvet Rush aus Hamburg. Das Quartett um Frontfrau Sandra Lian beeindruckte mit 70er-Jahre-inspiriertem Hardrock, der trotzdem modern klang und keineswegs altbacken wirkte. Besonders stach Sängerin Sandra Lian mit ihrer extrem kraftvollen Stimme hervor.
Außerdem nutzten die Hamburger jeden Zentimeter der Bühne und schafften es recht mühelos, ihre Energie auf das Publikum zu übertragen. Velvet Rush teaserten auch neue Musik an und spielten einen bislang unveröffentlichten Song. Nach 40 Minuten hatten sie die Stimmung für Rose Tattoo ordentlich angeheizt. Ein starker Job. Sandra munterte die Fans außerdem auf, Angry Anderson mit einem „Happy Birthday“ zu begrüßen.
Nice Boys don’t play Rock ’n’ Roll
Als Rose Tattoo dann die Bühne betraten, kamen die Fans diesem Wunsch nach und sangen Angry Anderson aus voller Kehle „Happy Birthday“. Die Freude war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben, und mit „Scarred for Life“ startete das australische Quintett in den Abend.
Der typische Sound der Slide-Gitarre dominierte neben Andersons Stimme auch live. Rose Tattoo waren in bester Spiellaune. Vielleicht fühlte sich die Band bei diesen Temperaturen auch besonders heimisch, doch obwohl Rose Tattoo bereits seit fast 50 Jahren auf der Bühne standen, war von Müdigkeit nichts zu spüren. Es wirkte zu keiner Zeit so, als würde hier lediglich ein Pflichtprogramm abgespult.
Mit viel Humor und Spielfreude führte die Setlist einmal quer durch die Diskografie der Band. Von „Sidewalk Sally“ über „Man About Town“ bis hin zu den Klassikern „Rock N Roll Outlaw“ und natürlich „Nice Boys“ als vorletztem Song war alles dabei. Bei „Nice Boys“ mobilisierte die Batschkapp noch einmal alle stimmlichen Reserven, und jedes Wort wurde lauthals mitgesungen.
Mit „Astra Wally“ als Zugabe verabschiedeten sich diese legendären Hardrocker in Frankfurt. Ein würdiger Abschied.
Wie schon ein paar Tage zuvor bei Heaven Shall Burn gab es auch an diesem Abend wieder ein großes Lob für die Batschkapp-Crew. Sie hatte erneut alles im Griff und sorgte dafür, dass bei diesen Temperaturen niemand umkippte.
Setlist: Rose Tattoo – Batschkapp Frankfurt
Rose Tattoo
Velvet Rush
Kevin Richter
Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.
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