40 Jahre Pixies: Unvergessliche Show in der Frankfurter Jahrhunderthalle

40 Jahre Pixies, Gans, Jahrhunderthalle Frankfurt 2026, Paranoyd Magazin

Eine Band, die die Musikszene, insbesondere Grunge, Indie- und Alternative-Rock, nachhaltig beeinflusst hat, feierte 2026 ihr 40-jähriges Jubiläum. Pixies feierten dieses Jubiläum mit einer ausgedehnten Tour und machten auch in der ehrwürdigen Jahrhunderthalle in Frankfurt Halt. Das Bostoner Quartett, das mit Unterbrechung seit 1986 aktiv ist, zählt als großer Einfluss für Bands wie Nirvana, Radiohead, Cardigans und unzählige weitere.

Fun Fact: Der bekannteste Song „Where Is My Mind?“ war bereits auf dem 1988 erschienenen Debütalbum „Surfer Rosa“ enthalten und wurde nie als Single ausgekoppelt. Durch die Verwendung im Abspann des Films „Fight Club“ aus dem Jahr 1999 erlebte der Song einen großen Bekanntheitsschub und wurde anschließend immer wieder gerne in Filmen und im Fernsehen verwendet.

Wilder Auftakt mit Gans

Um 20:00 Uhr starteten Gans aus Großbritannien ihren Auftritt und der Sound des britischen Trios war einzigartig. Ein wilder Mix aus Indie-Rock und Electronic, gewürzt mit etwas Punk. Außerdem kamen Querflöte und Saxofon zum Einsatz. Der Sound war ungewöhnlich, aber definitiv ein Alleinstellungsmerkmal. Gans zeigten vollen Einsatz und bewegten sich viel über die Bühne. Bei den Fans kam der Sound ebenfalls gut an und nach 30 Minuten verabschiedeten sich die Briten mit einem großen Dank.

Pixies – Where Is My Mind?

Auch die Pixies starteten pünktlich, angeführt von Sänger und Gitarrist Black Francis. Die Band hatte in all den Jahren nur Umbesetzungen am Bass, ansonsten ist sie noch in der Originalbesetzung unterwegs. Gestartet wurde mit einem der älteren Songs, „Velouria“, aber die Fans sangen von Anfang an jede Zeile mit. Die Pixies verstanden es, eine gut gemischte Setlist zu spielen, und obwohl sie auf der Tour die Setlist von Gig zu Gig ordentlich durchmischten, war die Reihenfolge gut gewählt.

Alte Songs mischten sich mit neueren, ruhigere Songs wechselten sich mit den rockigeren ab, bei denen die Fans sprangen und die Halle zum Beben brachten. Die Fans sangen sehr viele Songs aus voller Kehle mit. Dass die Jahrhunderthalle nicht ganz ausverkauft war, merkte man eigentlich kaum.

Klanglich überzeugten die Pixies auf voller Linie. Black Francis hat noch immer eine tolle Stimme, genauso wie Bassistin Emma Richardson. Gitarrist Joey Santiago nutzte für die verschiedenen Sounds der Band diverse Gitarren, scheinbar auch verschiedene Gitarrenverstärker, und Drummer David Lovering trieb den Sound an.

Als vorletztes Lied spielten sie dann auch endlich ihren wohl bekanntesten Song „Where Is My Mind?“ und die Halle wurde von Handylichtern und dem ikonischen „Wohoo“ des Songs erleuchtet. Gänsehautstimmung, diesen Song einmal live zu erleben.

Mit knapp zwei Stunden Spielzeit lieferten die Pixies eine ordentliche und abwechslungsreiche Show. Auch nach 40 Dienstjahren waren diese vier noch mit Leidenschaft dabei.

Pixies Setlist: Alle Songs vom Konzert in der Jahrhunderthalle Frankfurt

  1. Velouria
  2. The Happening
  3. Gouge Away
  4. Debaser
  5. Wave of Mutilation
  6. Monkey Gone to Heaven
  7. The Vegas Suite
  8. Snakes
  9. In Heaven (Lady in the Radiator Song) (In Heaven (Lady in the Radiator Song)-Cover)
  10. Death Horizon
  11. Here Comes Your Man
  12. Vamos
  13. Motorway to Roswell
  14. Cactus
  15. Caribou
  16. Bone Machine
  17. Hang Wire
  18. Head On (Head On-Cover)
  19. Isla de Encanta
  20. Tame
  21. Hey
  22. Ana
  23. Mr. Grieves
  24. I Bleed
  25. Crackity Jones
  26. No. 13 Baby
  27. Winterlong (Winterlong-Cover)
  28. Where Is My Mind?
  29. Into the White

Pixies

Gans

kevin

Kevin Richter

Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.

Paranoyd Magazin